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24. Januar 2013

Karben ÖPNV: Schnelle Verbindung

 Von Detlef Sundermann

Der Karbener Magistrat beantragt beim Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe einen Linienbus nach Bad Homburg. Die Chancen dafür stehen gut, die Finanzierung ist allerdings noch ungeklärt.

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Nach mehr als zehn Jahren des Wünschens und Forderns besteht nun offenbar berechtigte Hoffnung auf eine Linienbusverbindung nach Bad Homburg – die zudem noch 2013 in Betrieb gehen könnte. Der Magistrats hat einen Antrag an den Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) gestellt. Beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) stehen die Chancen gut, dass der Bus in den neuen Regionalnahverkehrsplan aufgenommen wird.

Für den ungefähr zwölf Kilometer langen Weg in die Bad Homburger Innenstadt benötigt der Autofahrer keine 20 Minuten. Die gleiche Strecke dauert mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eine Stunde und zehn Minuten einschließlich zweimal umsteigen. Der Fahrgast in der Buslinie in spe wäre somit deutlich kürzer und wegen der Direktverbindung komfortabler unterwegs. Das würde sicherlich auch den Jugendlichen gefallen, die in der Kurstadt die Schule besuchen.

Ekkehard Böing, Stabsstellenleiter Verkehr und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Karben, berichtet, dass noch in diesem Quartal mit dem ZOV, den beteiligten Kommunen und Verkehrsgesellschaften das weitere Vorgehen beraten werden soll. Der RMV habe nach einer Untersuchung den Bedarf für eine Regionalbuslinie Bad Homburg-Karben-Nidderau festgestellt. Damit ist nach Auffassung von Böing die Voraussetzung gegeben, die Verbindung in den Regionalnahverkehrsplan des RMV unterzubringen.

Bedarf für Bus besteht

RMV-Pressefrau Petra Eckweiler erklärt, „es gibt über die Spitzenzeiten hinaus einen Bedarf“. Zahlen konnte sie nicht nennen, weil das Papier nichtöffentlich ist. Der Regionalnahverkehrsplan ist ein Masterplan für das RMV-Gebiet für die Dauer von 15 Jahren, so Eckweiler. In Kürze beginne das Anhörungsverfahren mit den Kommunen. Mit dem Plan würden jedoch keine Termine festgeschrieben, betont Petra Eckweiler. Im November soll der Entwurf verabschiedet werden.

In Karben geht man davon aus, dass es bis zum Betriebsstart rund drei Jahre dauern wird. „Die Stadt überlegt sich deshalb eine Übergangslösung“, bei der Nidderau jedoch außen vor bleibt. Die Zeitvorstellung hält Gerhard Muth-Born, Planungsleiter beim ZOV, für realistisch. Allein der Vorlauf für den Fahrplan dauere 27 Monate. Eine Interimslösung wäre ab Dezember wahrscheinlich.

Für die Verwirklichung der Buslinie ist der politische Willen in den Kommunen gefordert. Der RMV übernimmt laut ZOV nach dem Gesetz 50 Prozent der Kosten. Wie sich der Restbetrag verteilt und wie hoch die Gesamtausgaben sind, ist laut Muth-Born noch weitgehend offen.

Mit der Aufnahme in den Regionalverkehrsplan falle die Linie finanziell nicht in die Rubrik „freiwillige Leistung“ – wie etwa der Nachtbus Bad Vilbel-Karben – , sondern unter die Daseinsvorsorge, so Muth-Born. So könnten auch Kommunem mit Schutzschirmstatus die Ausgabe rechtfertigen.

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