Vilbel
Berichte und Bilder von allen wichtigen Ereignissen in der Wetterau

17. Januar 2013

Kultur: Erst die Suppe, dann die Literatur

 Von Nina Nickoll
K. Tebbenhoff , G. Junge und D. Gräbner von der Kunstschule.  Foto: R. Oeser

Der Bad Vilbeler Kunstverein stellt sein Programm für Erbsenlesung und Kunstschule im ersten Halbjahr vor. Und ja, während des Programms wird wie schon gehabt immer vor Beginn von Lesungen eine Erbsensuppe gereicht.

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Suppe und Karten

Veranstaltungsort der Erbsenlesungen ist das Hotel am Kurpark in der Parkstraße 20-22 in Bad Vilbel.

Vor Beginn der Lesungen um 20 Uhr wird ab 19 Uhr traditionell Erbsensuppe gegessen.

Eintritt und Suppe kosten 14 Euro, für Mitglieder 10 Euro, Schüler und Studenten zahlen 6 Euro.

Karten im Vorverkauf gibt es in der Buchhandlung Das Buch, Frankfurter Straße 94. Die Kartenreservierung ist möglich unter der Telefonnummer 06101/523180.

Das Programmheft im Internet: www.kunstverein-badvilbel.de

Es gibt Menschen, die andere augenblicklich in ihren Bann ziehen können. Als Doris Illian, verantwortlich für die Erbsenlesung des Kunstvereins, von Hans-Erhard Haverkampf spricht, ist Faszination spürbar: „Ich habe ihn im Literaturzirkel in Frankfurt kennengelernt, und seine Belesenheit war sehr beeindruckend.“ Die sechs Novellen, die Haverkampf in dem Buch „Meercazzing“ versammelt hat, hätten eine frappierende erzählerische Dichte, sagt Illian.

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Als einer von drei Autoren hat es der ehemalige Frankfurter Baudezernent ins Programm der Erbsenlesung des ersten Halbjahrs 2013 geschafft. Am Donnerstag, 7. März, wird der Autor aus „Meercazzing“ im Hotel am Kurpark vorlesen.

Erstmals mit Krimiautor

Die Lesereihe beginnt mit einer Premiere: Illian, die die Erbsenlesungen 2001 ins Leben rief, hat erstmals einen Krimiautor eingeladen. Volker Kutscher wird am Dienstag, 22. Januar, sein Buch „Die Akte Vaterland. Gereon Raths vierter Fall“ vorstellen. Alle Bände der Krimireihe, in denen der Kölner Kriminalkommissar Rath ermittelt, spielen im Berlin der Weimarer Republik. Bestseller-Autor Kutscher, Jahrgang 1962, finde diese Zeit sehr spannend, erklärt Doris Illian.

Bei den Erbsenlesungen nehmen sich alle Autoren Zeit für die Diskussion mit dem Publikum, auch Bücher können signiert werden.

„Frech, witzig, anrührend und heiter“ sei der Roman „Wer ist Martha?“ der ukrainischen Schriftstellerin Marjana Gaponenko, schwärmt die Leiterin des Bad Vilbeler Literaturzirkels. Gaponenko, studierte Germanistin, schreibe auf Deutsch und mit einem unglaublichen Einfühlungsvermögen für ihre zwei Hauptfiguren, die am Ende ihres Lebens stehen. Die Autorin liest am Donnerstag, 14. Februar – wer Martha ist, verrate sie allerdings nicht.

54 Workshops

Das Kursprogramm der Kunstschule präsentiert 54 Workshops und elf Ferienkurse. Gitta Junge, zweite Vorsitzende des Kunstvereins und verantwortlich für das Kursprogramm, ist mit dem Besuch im vergangenen Jahr „trotz widriger Umstände“ zufrieden. Gemeint ist die Baustelle vor der Tür des Kunstvereins, die voraussichtlich noch bis Ende Februar den Weg ins Gebäude erschwert.

Die Künstlerin und Naturpädagogin Katharina Tebbenhoff bietet zwei Wochenend-Ateliers an: Im Workshop „Fundstücke – Schätze am Wegesrand“ am Samstag, 13. April sammelt sie mit den Kursteilnehmern Äste, Steine und Baumrinde, um damit zu basteln. In der „Schmuckwerkstatt“ am Samstag, 9. Februar, zeigt sie, wie an einem Tag mit nur drei Werkzeugen Ketten, Ringe und Ohrschmuck gebastelt werden können.

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