Vilbel
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30. November 2012

Wetterau: Ambitionierte Klimaziele

 Von Meike Kolodziejczyk
Solaranlagen spielen eine zentrale Rolle im Konzept.  Foto: dapd

Der Wetteraukreis legt eine Planungen vor, wie seine Liegenschaften bis 2050 vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt werden können. Elf Schulen im Kreisgebiet heizen bereits mit Hackschnitzeln oder Pellets.

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Bis 2050 sind es noch ein paar Jährchen hin. Bis dahin soll für alle kreiseigenen Liegenschaften eine „vollständige Versorgung mit erneuerbaren Energien“ erreicht sein. Damit hänge „die Latte hoch“, schreiben Landrat Joachim Arnold (SPD) und der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Betschel-Pflügel (Grüne) in einer Mitteilung zum Klimaschutz-Teilkonzept des Wetteraukreises, das nun vorgelegt wurde.

Zunächst aber geht es darin um das Jahr 2020. Bis dahin „soll ein Drittel des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt, gleichzeitig der Primärenergieverbrauch um 20 Prozent und der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase um 40 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 gesenkt werden“, heißt es in dem Schreiben.

Das Teilkonzept beinhaltet auf mehr als 120 Seiten neben künftigen Energiespar-Möglichkeiten eine Bestandsaufnahme aller kreiseigenen Gebäude sowie die bereits umgesetzten Projekte. Jüngste Beispiele solcher Projekte sind die Solarkraftwerke, die Anfang November auf den Dächern des Kreishauses in Friedberg und der benachbarten Augustinerschule in Betrieb genommen wurden.

Photovoltaik-Anlagen geplant

Im Klimaschutz-Konzept, das der FR in Auszügen vorliegt, sind 35 weitere Gebäude des Kreises gelistet, auf denen Photovoltaik-Anlagen installiert worden sind. 24 davon sind Demonstrationsanlagen der Ovag aus den Jahren 2001 bis 2006, die übrigen werden von externen Anbietern betrieben. Außerdem haben elf Schulen im Kreisgebiet Holzhackschnitzel-und Pellet-Anlagen für die Beheizung bekommen. Den Anfang machte die Kurt-Schumacher-Schule in Karben bereits 2002.

„Für uns ist es wichtig, dass wir zu Potte kommen“, sagt Schuldezernent Betschel-Pflügel. Grundlage des Klimaschutz-Teilkonzepts, das die Kreisgremien Ende Januar beschließen sollen, seien die Klimaschutzziele, die der Wetteraukreis vor drei Jahren formuliert habe. Dazu zähle etwa die Vorgabe, jährlich mindestens auf sechs Dächern kreiseigener Gebäude Photovoltaikanlagen zu bauen.

Zwölf dieser „hoch ambitionierten Ziele“ seien nun in dem Teilkonzept berücksichtigt. Neben der Strom- und Wärmeproduktion aus regenerativen Quellen betreffe Klimaschutz „eine Vielzahl von Teilbereichen, die die gesamte Verwaltung durchziehen“ – vom Fuhrpark über Informationstechnologie bis hin zur Gebäudereinigung. Der Eigenbetrieb Webit habe angekündigt, energieeffiziente Computer anzuschaffen. Neubauten würden nach Passivhausstandard errichtet, alte Gebäude saniert. „Die Bandbreite ist groß, genauso wie die Potenziale, die noch zu heben sind“, so Betschel-Pflügel.

Zu den Zielen, die nicht im Teilkonzept enthalten seien, zählten der Ausbau der Windkraft sowie Biogasanlagen. „Darauf haben wir als Kreis keine direkten Einwirkungsmöglichkeiten.“ Das Teilkonzept beziehe sich ausschließlich auf die Liegenschaften des Kreises, was aber „etwa 90 Prozent unserer Arbeit und Aufgaben in Sachen Klimaschutz umfasst“.

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