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19. Januar 2013

Wetterau: Kommunen-Verbund für Flüchtlinge

Ausreichend Plätze für menschenwürdige Unterbringung stehen bereit.

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Von Entspannung wollte Sozialdezernent Helmut Betschel-Pflügel (Grüne) nicht sprechen. Bei der Unterbringung von Flüchtlingen im Wetteraukreis habe man aber die Situation im Griff. Er setzt auf die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen, um Flüchtlingsunterkünfte zu schaffen.

„Ich stelle mir einen Verbund von mehreren Städten und Gemeinden vor. So kann etwa das Unterstützungsangebot interkommunal geregelt werden. Auch die Übersiedlung von Flüchtlingen nach deren politischer Anerkennung aus der Gemeinschaftsunterkunft in eine Wohnung kann von mehreren Kommunen gemeinsam wesentlich leichter und besser bewerkstelligt werden“, sagt Betschel-Pflügel.

Positive Signale aus Ortenberg

Für die Region Ortenberg, Hirzenhain, Ranstadt und Glauburg soll eine Unterkunft entstehen. Es gebe bereits „positive Signale“ aus dem Ortenberger Parlament, berichtet der Dezernent. Betschel-Pflügel ist „fest davon überzeugt, dass bei tätiger Mithilfe von Kreis, Kommunen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern eine schnelle Integration von Flüchtlingen möglich ist“.

Für die erste Hälfte 2013 sind laut Betschel-Pflügel 219 Flüchtlinge angekündigt. Das seien rund 50 mehr als im ersten Halbjahr 2012. Er rechnet weiter mit dieser Flüchtlingszahl, „sofern nicht an anderen Orten, insbesondere im Nahen Osten, die Situation eskaliert, etwa in Ägypten“. Derzeit kämen die meisten Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten, es kämen syrische Christen, aber auch Verfolgte aus dem Irak, aus Afghanistan und Pakistan.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte Betschel-Pflügel noch verzweifelt nach Unterkünften für Flüchtlinge gesucht, weil der Andrang weit größer war als erwartet. Inzwischen stünden genug Plätze zur Verfügung. Weitere kämen hinzu. Mitte Februar werde eine Containerwohnanlage im Industriegebiet Friedberg Süd mit 60 Plätzen eröffnet.

Zur gleichen Zeit würden 48 Plätze im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Firma Pintsch Bamag in Butzbach zur Verfügung stehen, das zu einem Flüchtlingsheim umgebaut wird. Die ersten 14 Flüchtlinge aus Syrien, Pakistan, Somalia und Nigeria sind bereits eingezogen. (ieb.)

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