Nichts ohne uns über uns, sondern mit uns. Angelehnt an dieses Motto des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen 2003 heißt es am Samstag, 4. September, „Mit uns“.
Denn um Begegnungen geht es beim „Fest für Körper und Sinne“ auch in diesem Jahr. Bereits fünf Mal gab es ein solches Fest im Bistum Limburg, drei Mal davon in Wiesbaden. Die Veranstalter (der Arbeitskreis der Wiesbadener Behindertenorganisationen und Interessengemeinschaften Behinderter, das Amt für Soziale Arbeit sowie das Bischöfliche Ordinariat Limburg) haben sich wieder für den Schloßplatz „im Herzen der Stadt“ entschieden. „Das ist eine wunderbare Gelegenheit, gesellschaftliches Leben in der Mitte gemeinsam darzustellen“, sagt Sozialdezernent Arno Goßmann.
„Im Vordergrund steht dabei, dass die Menschen mit Behinderungen ihr Fest selbst gestalten“, sagt Jochen Straub vom Referat „Seelsorge für Menschen mit Behinderungen“ des Bistums. Mehrere hundert Aktive plus rund 100 Helfer sind an dem Fest mit 50 Ständen beteiligt. „Und das, obwohl viele dieser Menschen eigentlich zu 100 Prozent mit der Problematik ihres Alltags beschäftigt sind“, betont Joachim Mast, Vorsitzender des Arbeitskreises.
Unter der Schirmherrschaft von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst und Oberbürgermeister Helmut Müller beginnt das Fest um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in St. Bonifatius mit Weihbischof Thomas Löhr. Ab 11 Uhr sind die Info-Stände der verschiedenen Gruppen geöffnet, dann beginnt auch das musikalische Bühnenprogramm. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 5000 Gästen.
Im Mittelpunkt des Festes steht eine Länderreise, die die Besucher über fünf Kontinente führen soll. Die Stände sind nach den Arten der Behinderung geordnet – so gibt es das Land der Stille (Hörbehinderung) oder Neu-Sehland (Sehbehinderung). „Reisebegleiter werden kleine Gruppen über den Platz führen, und in jedem ,Land‘ soll an einer Mitmachaktion teilgenommen werden“, erklärt Jürgen Bischoff vom Amt für Soziale Arbeit. Dazu zählen ein Rollstuhlparcours, Simulationsbrillen oder Tastkästen. Gezeigt werden soll damit, dass jede Behinderung anders ist und somit jeder Mensch mit Behinderungen andere Bedürfnisse hat.
Das Fest der Sinne endet mit einer Aktion des „Drum Cafés“ gegen 17 Uhr. Alle Besucher geben dann ein gemeinsames „Signal für null Barrieren“. Wie genau, soll noch eine Überraschung bleiben.
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