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23. Januar 2013

Barbara-Maria Birke Wiesbaden: Die Sängerin und das Weizenbier

 Von Jana Kinne
Barbara-Maria Birke pflegt die leisen Töne.  Foto: Martin Weis

Die Wiesbadener Künstlerin Barbara-Maria Birke hat ihre zweite CD veröffentlicht.

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Eine Ode an das Weizenbier ist der wohl ungewöhnlichste Song auf Barbara-Maria Birkes CD. Es ist bereits die zweite, die die Wiesbadner Sängerin aufgenommen hat. „Du bist natürlich und hast Format“, singt die Wiesbadener Sängerin darin über das Kaltgetränk. Doch es ist ein Trugschluss, wenn man sich die 28-Jährige nun als Schlagersängerin vorstellt. Ihr Lied ist mehr Liebeserklärung als Partyhit. Und auch sonst schlägt Barbara-Maria Birke in ihrer Musik eher leise Töne an.

Sich selbst am Klavier begleitend, singt Birke mit voller Stimme: „Zurück in die Spur, geh deinen Weg, glaub mir das geht“, heißt eine Zeile des Titelsongs ihres Albums „Die Spur“, das sie vor wenigen Monaten aufgenommen hat. Und wie so viele andere Passagen scheint auch diese auf die Sängerin selbst zu passen, auf ihren eigenen Lebensweg. Schließlich hat auch Birke ihre ganz eigene Spur eingeschlagen , als sie vor fünf Jahren in Wiesbaden eine Solokarriere startete. Denn eigentlich sah Birkes Leben nicht nach einer Musikerlaufbahn aus.

Kritische Töne aus dem Umweltministerium

Die Sängerin ist Diplomsozialwirtin und arbeitet im Hessischen Umweltministerium. Sehr solide also. Und doch singt Birke in ihren Liedern kritisch über die Welt: „Politik heißt Macht nach eigenen Regeln“, heißt es in einem Lied. In ihrem Titel „Sozialdarwinismus“ klagt Birke über Egoismus und Diskriminierung in der Gesellschaft. „Ich schreibe meine Lieder selbst und verarbeite dabei meine Gedanken“, erklärt die Sängerin, die mittlerweile häufig auf Festen und bei Veranstaltungen zu hören ist.

Deutsches Liedgut mit intelligenten Texten und rockiger Melodie verbinden, das ist es, was sie sich vorgenommen hat. Herbert Grönemeyer und Silbermond sind die Namen, die fallen, wenn man Birke nach ihren Vorbildern fragt.

Und doch ist es weniger der große Ruhm als der kleine Auftritt, den Birke sucht: „Ich will gar nicht berühmt werden, nur weiter Musik machen“, sagt sie. Einmal ein eigenes Konzert zu geben, statt nur auf Veranstaltungen zu spielen, ist ein Traum, den sie hegt.

Die Autodidaktin

An ihren ersten Auftritt erinnert sich die junge Sängerin noch genau: Bei einem Liedernachmittag im Seniorenheim war sie spontan eingesprungen. Dass ihr danach alle sagten, wie gut sie sänge, damit hatte sie nicht gerechnet. Schließlich ist Birke Autodidaktin, zumindest im Singen. Klavierunterricht nahm sie schon mit fünf Jahren, doch das Singen hat sie sich selbst beigebracht.

„Es war das Lob des Publikums, das mich dazu gebracht hat, weiterzumachen“, erzählt Barbara-Maria Birke . Dieser Zuspruch von außen habe ihr gezeigt, dass sie auch mit ihrer Musik erfolgreich sein und etwas erreichen könne. „Wenn mich etwas begeistert, dann will ich das auch gut machen“, sagt sie.

So will sie jetzt auch ihren neuen Weizenbiersong bekannt machen: Mehreren Brauereien hat Birke ihr Lied bereits angeboten. Nun führt sie mit einer dieser Firmen Verhandlungen über die Nutzung der Rechte. „Es wäre schön, wenn das klappt“, sagt Birke. Die Idee zud em Lied war ihr auf der Heimfahrt zu ihrer Wohnung gekommen – als sie gerade sehnsuchtsvoll an ihr Lieblingsgetränk dachte.

Live erleben kann man die Sängerin am Samstag, 2. Februar, von 15 bis 17.30 Uhr im Luisenforum. Barbara-Maria Birkes CD „die Spur“ kann man unter musik@barbara-maria-birke.de bei ihr direkt bestellen.

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