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Klimaschutz-Aktion: Donnerstags kein Fleisch

Die Stadt Wiesbaden möchte ihr Bürger zu einem einen fleischfreien Donnerstag bewegen - nicht aus religiösen, sondern aus ökologischen Gründen.

Freitag fleischfrei? Für Katholiken gehörte es einst wie selbstverständlich dazu. Hinzu gesellten sich im Leben der Gläubigen der katholischen Kirche noch fleischfreie Fastentage und Fastenzeiten. Nun propagiert Wiesbaden einen fleischfreien Donnerstag ganz auf freiwilliger ökologischer Basis für das Klima.

Donnerstag, ein Wochentag, der sich – wie Dezernentin Rita Thies (Grüne) berichtet –, in Europa als fleischlos durchzusetzen beginnt. Das ist zum Beispiel in Wiesbadens flämischer Partnerstadt Gent schon so. In Deutschland seien es Bremen und Schweinfurt, die bereits zum Donnerstag ganz ohne Fleisch aufrufen. Und nun Wiesbaden.

Ein Fleischverzicht am Donnerstag, etwa in Kantinen und Restaurants, Kindergärten und Schulen als Beitrag zur Co2-Reduzierung. Wiesbaden will möglichst viele möglichst ganz freiwillig für den Fleischverzicht und damit für aktiven Klimaschutz gewinnen – auch in Restaurants. Ein Beitrag für Ökologie und Klimaschutz, natürlich mit einem Nebeneffekt für die Gesundheit. Hochgerechnet könnten 9000 Tonnen CO2 durch einen fleischfreien Donnerstag in Wiesbaden eingespart werden. Auch so könnten die Klimaschutzziele der Stadt Wiesbaden unterstützt werden, ließ sich der Magistrat von Rita Thies überzeugen und verabschiedete den Beschluss über den „fleischfreien Donnerstag“, den „Veggietag“, wie der Vegetarierbund Deutschlands verkündet.

Auslöser war aber nicht das Vorbild der Partnerstadt Gent, die im nördlichen Belgien versucht, sich an einem Tag der Woche, eben am Donnerstag fleischfrei zu halten, sondern ein simpler Brief, der auf dem Schreibtisch der Dezernentin landete. Absender ein gewisser Sir Paul McCartney, der als Ex-Beatle eine weltbekannte Größe ist und sich als Vegetarier für den Klimaschutz einsetzt. Doch Beatle Paul McCartney war nicht der einzige Unterzeichner. Unterschrieben hatte auch Rajendra Pachauri vom Weltklimarat, einst mit Al Gore Friedensnobelpreisträger.Nun schrieb man Schulen und Kindergärten an, warb in Restaurants, Kantinen und bei Caterern für die fleischlose Idee. Erste Erfolge haben sich eingestellt, meint Thies, die die Freiwilligkeit bei diesem „Klimaschutz am Donnerstag“ betonte.

Autor:  Michael Grabenströer
Datum:  24 | 11 | 2010
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