Aktuell: Regionale Startseite | Rennbahn Ffm | Fotostrecken | Polizeimeldungen
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Wiesbaden
Berichte und Bilder von allen wichtigen Ereignissen in Wiesbaden

11. Dezember 2012

EBS: Hochschule Rhein-Main statt EBS

 Von Fabian Siegel
Erstsemesterbegrüßung in der Hochschule Rhein-Main.  Foto: Rolf Oeser

OB-Kandidat Sven Gerich fordert eine schnelle Lösung im Chaos um die Privat-Uni EBS – und eine Konzentration auf die Hochschule Rhein-Main. Die ist für ihn das Aushängeschild des Hochschulstandorts Wiesbaden und sträflich vernachlässigt.

Drucken per Mail

Wenn es dieser Tage im Rathaus um Hochschulpolitik geht, dreht es sich ausschließlich um die schwer angeschlagene Privat-Uni EBS. Für Sven Gerich, SPD-Kandidat um das Amt des Oberbürgermeisters, könnte dieses Problem längst aus der Welt sein – und stattdessen der Fokus auf der weitaus größeren Hochschule Rhein-Main liegen.

„Das ist unser Aushängeschild, nicht irgendwelche andersgearteten Institutionen“, sagt Gerich. Die Hochschule Rhein-Main und frühere Fachhochschule hat nach eigenen Angaben aktuell rund 6500 Studenten – an der EBS sind es in diesem Semester nicht einmal 200. Angesichts dieser Zahlen sei klar, wo der Fokus liegen müsse.

„Es gibt Wiesbadener, denen klappt die Kinnlade herunter, wenn sie erfahren, dass hier 6000 Menschen studieren“, sagt Gerich. Nur wenn das Rathaus die Hochschule mehr in den Blickpunkt des täglichen Lebens rücke, könne sich in den Köpfen der Menschen etwas ändern. Eine mögliche Maßnahme ist laut Gerich die Zusammenlegung der bislang vier Standorte der Hochschule Rhein-Main auf einen Campus. Obwohl die Idee im Raum stehe, habe sich bislang aber niemand ernsthaft Gedanken um eine Umsetzung gemacht.

Beim Koalitionspartner CDU ist man ganz anderer Meinung. „Von Vernachlässigung der Hochschule kann keine Rede sein“, sagt Hans-Martin Kessler, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Rathausfraktion. Oberbürgermeister Helmut Müller und Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke (SPD) hätten für Anliegen der Hochschule immer ein offenes Ohr. „Die Zusammenlegung von Hochschulstandorten an einen Campus ist aber in erster Linie Aufgabe der Hochschulleitung gemeinsam mit dem Land Hessen.“

„Auch wenn Hochschulpolitik Landessache ist, müssen wir als Stadt ein Interesse haben, den Hochschulstandort Wiesbaden zu stärken“, widerspricht Sven Gerich. Dazu gehöre auch, die Stadt für Studenten attraktiver zu machen. „Wir wissen zum Beispiel, dass rund 900 Studenten einen Platz in einem Wohnheim suchen.“ Zur Verfügung stünden bisher aber nur knapp die Hälfte der Plätze.

In Sachen EBS fordert Gerich Oberbürgermeister Müller auf, sich endlich klar zu positionieren. „Die Hängepartie muss ein Ende haben“, sagte Gerich. Die Stadt dürfe sich nicht weiter auf einen immer neuen Termin für die Bekanntgabe ihrer Pläne für den neuen Campus an der Moritzstraße vertrösten lassen. „Dafür steht zu viel auf dem Spiel.“

EBS-Präsident Rolf Cremer habe zwar jüngst noch einmal betont, dass er das volle Vertrauen der Stadt habe. „Mein Vertrauen hat er nicht mehr“, sagt Gerich. Ähnliche Signale habe er auch vom Koalitionspartner, wenn auch noch nicht von Oberbürgermeister Müller selbst.
Zumindest im letzten Punkt widerspricht CDU-Fraktionsmitglied Hans-Martin Kessler. Der Oberbürgermeister fordere bereits seit Sommer diesen Jahres öffentlich Klarheit. „Alle in Wiesbaden haben ein großes Interesse an den Entwicklungen an der Moritzstraße“, sagt Kessler.
Wenn die EBS sich mit der Entscheidung zu lange Zeit lässt, fordert Sven Gerich, mit dem Land über eine neue Nutzung des Grundstücks zu verhandeln. „Man kann das Areal nicht ewig freihalten“, sagt er. Einen Plan hat Gerich: Zum Beispiel der Bau von neuen Wohnheimen.

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Auf dieser Seite lesen Sie Nachrichten aus Wiesbaden. Aus der Nachbarschaft informieren wir auf den Seiten über die Stadt Mainz und den Main-Taunus-Kreis.

Übersicht

Wir informieren Sie aus der ganzen Region. Nachrichten aus Ihrer Stadt können Sie als Newsfeed abonnieren - klicken Sie bitte auf das orange Symbol.

Regionale Startseite

Frankfurt

Rhein-Main

Bad Homburg, Hochtaunus

Bad Vilbel, Wetterau

Darmstadt

Kreis Groß Gerau

Hanau, Main-Kinzig

Main-Taunus

Offenbach

Kreis Offenbach

Wiesbaden

Anzeigenmarkt
Mainz

Analyse OB-Wahl

Hetjes (CDU) gewinnt die Moralschlacht in Bad Homburg

Von Andrea Herzig |
So sehen Sieger aus: Hetjes freut sich über satte 61,5 Prozent.

Die CDU in Bad Homburg stellt wieder den Oberbürgermeister. Ihr Kandidat Alexander Hetjes kämpft mit moralischen Argumenten, weniger mit Fakten. Gegner Korwisi unterschätzt die Gefahr, die von der Vetternwirtschaft-Kritik ausgeht.  Mehr...

Bürgermeister-Wahl

Kelkheim setzt mit Kündiger auf grünen Bürgermeister

Blumen für den Sieger: Der Kreisvorsitzende der Grünen, Daniel Philipp (Mitte) mit Albrecht Kündiger (rechts).

Die Sensation ist perfekt: Albrecht Kündiger ist neuer Bürgermeister von Kelkheim. Dennoch vermeidet der Politiker jede Siegerpose. Mehr...

Bürgermeister-Wahl

Rogg bleibt Bürgermeister in Dietzenbach

WIR-BfD-Vorsitzender Walter Ravensberger gratuliert Bürgermeister Jürgen Rogg zum Wahlsieg.

Der Parteilose Jürgen Rogg bleibt Bürgermeister von Dietzenbach. Er vereint 65,1 Prozent der Stimmen auf sich. Mehr...

Frankfurt und Rhein-Main kompakt auf einen Blick - auf Wunsch auch als Ihre Startseite.

Twitter
Top Stellenangebote

Anzeige

Anzeige

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Spezial

Filmhaus, Filmarchiv und Festivals wie "GoEast" und "Exground" - Wiesbaden mausert sich wieder zur Kinostadt.

Spezial

Der Ausbau des Flughafens ist in der Region heftig umstritten. Die FR-Serie informiert über die Landebahn.

ANZEIGE
- Partner