Der Senat der Fachhochschule (FH) Wiesbaden hat dem Präsidenten Detlev Reymann den Rücken gestärkt. Das mit Professoren, Studierenden und Mitarbeitern besetzte Gremium trägt den kritischen Brief mit, den Reymann kürzlich wegen finanzieller Förderung der privaten European Business School (EBS) an Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) und Vorsitzende der Fraktionen geschickt hatte.
Die 17 Mitglieder des Senats stellten sich laut Mitteilung der FH einstimmig und ohne Enthaltung hinter Reymann. In seinem Brief, den die FR in Auszügen veröffentlichte, hatte Reymann unter anderem darauf hingewiesen, dass private Hochschulen nur in Ausnahmefällen öffentliche Gelder erhalten könnten. Dann nämlich, wenn sie ein neuartiges, so von staatlichen Hochschulen nicht angebotenes Studium entwickelt hätten. Das sei aber bei der EBS und deren Bemühungen, eine juristische Fakultät einzurichten, nicht der Fall, verwies Reymann auf die Studiengänge in Mainz und Frankfurt.
Bisher ist in der Diskussion, dass Stadt und Land gemeinsam die EBS mit 25 Millionen Euro unterstützen. Von Wiesbaden bekommt die private Hochschule bereits drei Millionen Euro.
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