Wirtschaftlich und baulich sind die Horst-Schmidt-Kliniken ein Desaster und sorgen beinahe täglich für Schlagzeilen, doch medizinisch sind zumindest einzelne Abteilungen top.
Risikoschwangere sowie Frühchen und Neugeborene jedenfalls sind in der Klinik am besten aufgehoben. Das habe die jüngste hessische Perinatalerhebung ergeben, teilten die Direktoren der Klinik für Geburtshilfe, Markus Gonser, und der Klinik für Kinder und Jugendliche, Markus Knuf, mit. Schwere Infektionen seien im vergangenen Jahr an den HSK nicht vorgekommen, betonten die Mediziner.
Dank der an die Geburtshilfe angebundenen Kinderklinik und deren intensivmedizinischer Versorgung überlebten mehr Frühgeborene an den HSK als an anderen Kliniken, ergab die Erhebung weiter.
Und das, obwohl überdurchschnittlich viele Mütter mit Risikoschwangerschaften wie Diabetes, Mehrlingsgeburten oder vorzeitigem Blasensprung die HSK wählten. Auch der Gesundheitszustand der Mütter sei nach der Entbindung messbar besser.
Ausgebaut werde jetzt die Pädiatrische Neurochirurgie, kündigten die Mediziner an. Durch frühe Eingriffe könnten Fehlbildungen so in Grenzen gehalten werden. Damit könne den Kindern ein fast normales Leben ermöglicht werden. (byb.)
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