Wiesbaden
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18. Januar 2013

Ina Claus Wiesbaden: Die Weltverbesserin

 Von Nicole Steib
Ina Claus engagiert sich für den Umweltschutz.  Foto: Martin Weis

Pfarrerin Claus engagiert sich mit ihrer Stiftung „Unsere Erde“ für die Umwelt. Dafür erhält sie den Alfred-Weigle-Preis.

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Die Schulpfarrerin der Wiesbadener Gutenbergschule, Ina Claus, hat große Pläne und Visionen. Sie erhofft sich vieles – vor allem eine Verbesserung der Umweltsituation. Die Theologin kämpft für Lebensraumerhalt, bedrohte Tierarten und verfolgt ökologische Erziehungsansätze. Am liebsten möchte sie jedoch jeden Einzelnen mobilisieren, sich mehr für Naturschutz und gegen Klimawandel zu engagieren.

Sie will die Menschen wachrütteln und vermitteln, dass jede einzelne Person etwas bewegen kann und muss. „Es hilft jeder, der sich für aussterbende Tierarten engagiert, weniger Fleisch isst oder keinen Pelzmantel trägt“, sagt sie überzeugt. Sie sei ja selbst nur ein kleines Licht, bilde sich dennoch ein, schon etwas bewegt zu haben. Und das hat sie in der Tat.

Wie eine Praktikantin

Nachdem Claus im Mai 2011 ihre eigene Stiftung „Unsere Erde-Stiftung“ gründete, hat sie einige Projekte durch ihre Förderung unterstützt. „Ich schaue mir vor Ort alles selbst an und arbeite wie eine Praktikantin eine Zeit lang mit, bevor ich ein Projekt fördere“, sagt Ina Claus.

Einmal habe sie sogar an einer Nachtschicht mit einem Nashorn-Ranger in Uganda teilgenommen, der die in ihrer Art bedrohten Nashörner bewacht. „Diese Ranger riskieren mit ihrer Arbeit ihr Leben und bekommen nur 100 Euro Gehalt im Monat. Dafür würde in Deutschland niemand arbeiten“, sagt sie. Ina Claus’ Stiftung spendete dem Ranger ein Jahresgehalt. „Diese Männer leisten tolle Arbeit. Das habe ich mit meinen eigenen Augen gesehen“, berichtet sie.

Auch in ihrer Funktion als Schulpfarrerin erzählt sie ihren Schülern viel über ihre Stiftung und ihre Arbeitsfelder. „Bei jungen Schülern kann man noch Impulse setzen, ältere erreicht man schwieriger“, weiß Ina Claus.

Bedrohte Bienen

Derzeit unterstützt sie ebenfalls ein Bienenprojekt von einer Studentin aus Trier. „Bienen sind bedrohte Arten. In diesem Bereich muss auch etwas getan werden“, erklärt sie. Auch in Nordthüringen engagiert sie sich mit dem Wald-Naturschutzgroßprojekt „Hohe Schrecke“. Nebenbei versucht Claus als Autorin, den Menschen ihre Visionen ins Bewusstsein zu rufen. Ihr neuestes Buch „Ich habe einen Traum“ ist Ende Juli vergangenen Jahres erschienen und stellt 25 Menschen vor, die sich für Naturschutz und gegen Klimawandel engagieren. Mit diesen Menschen hatte die Umweltschützerin Kontakt.

Ina Claus ist sich sicher: Sie kämpft weiter um das Überleben der Vielfalt auf der schönen blauen Kugel, wie sie es formuliert. „Wenn man einmal angefangen hat, ist es einfach so schön zu sehen, wie sich etwas bewegt“, begründet sie ihre Motivation. Für ihr Engagement wurde sie kürzlich mit dem Alfred-Weigle-Preis von der gleichnamigen Stiftung ausgezeichnet.

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