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12. Januar 2013

Neue Rauchmelder: Mehr Schutz für Schulgebäude

 Von Gaby Buschlinger

Rauchmelder sind künftig per Funk mit der Feuerwehr verbunden. Die Stadt mietet Geräte.

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Rauchmelder schützen die Schüler, die Lehrer und die Sekretärinnen, aber wenn es nach Schulschluss oder in den Ferien brennt, ist niemand da, der die Alarmsignal hört und die Feuerwehr ruft. Denn die Rauchmelder sind nicht mit der Leitstelle verbunden. Das war auch der Grund, warum das Verwaltungsgebäude der Martin-Niemöller-Schule vor fünf Jahren restlos niederbrannte, als ein Schüler in der Nacht vor Heiligabend 2007 lediglich seine Akte und seine schlechten Noten vernichten wollte. Selbst der Richter war in dem Prozess gegen den Brandstifter überrascht, dass das Alarmsystem nicht mit der Feuerwehr verbunden war.

Aber das ändert die Stadt nun. Bis 2014 sollten alle rund 80 Schulen in Wiesbaden mit einem Übertragungsgerät ausgestattet werden, schreibt Schuldezernentin Rose-Lore Scholz (CDU) in einer Magistratsvorlage. Dank des Sonderkonjunkturprogramms seien alle Schulen bereits mit Rauchwarnmeldern ausgestattet. Im vergangenen Jahr wurden für 20 davon bereits die Übertragungsgeräte gemietet. In diesem Jahr sollen weitere 30 eines erhalten und im übernächsten die restlichen. Die Rauchwarnmelder erhöhten den Personenschutz, so Scholz. „Und durch die Funkübertragung wird der Schutz des Schulgebäudes außerhalb des Schulbetriebs erhöht.“

Laut Scholz hat die Stadt an fast allen Schulen die Hausalarmanlagen, mit denen die Rauchmelder vernetzt sind, ausgetauscht und durch moderne ersetzt. Mit einem Übertragungsgerät wiederum wird aus den Alarmanlagen eine sogenannte Gefahrenwarnanlage, weil über Funk die Zentrale der Herstellerfirma Siemens informiert wird und von dort schließlich die Feuerwehr.

Scholz weist darauf hin, das dieses System der Weiterschaltung keine normierte, vollautomatische Brandmeldeanlage sei. Diese sei für Schulen aber gesetzlich auch nicht vorgeschrieben. Fünf Wiesbadener Schulen verfügen dennoch über Brandmeldeanlagen, weil die Bauaufsicht dies wegen der besonderen Gefahrenlage gefordert hatte.

Die für die Funkübertragung nötigen Geräte will die Stadt mieten, da dies „wirtschaftlicher“ sei, sagt Scholz. Die einmaligen Kosten bezifferte sie bei der Mietvariante auf 347000 Euro, für Miete und Wartung werden zudem rund 150000 Euro im Jahr fällig.

In der Vergleichsrechnung fällt die Kaufvariante allerdings günstiger aus: Nach zehn Jahren hätte die Stadt demnach gut 42000 Euro gespart.

Trotzdem hält Scholz das langfristige Mieten für sinnvoller, „weil bei einem Kauf sämtliche Risiken, Reparaturen und Fehlerbehebungen zu Lasten des Eigentümers gehen“. Auch trage der Hersteller das Risiko, überalterte Geräte auf seine Kosten auszutauschen. Zudem sei die Mietvariante „unproblematisch und kurzfristig umsetzbar“.

Darüber hinaus sind einmalig weitere 238000 Euro nötig, um für die Feuerwehr Zugangsmöglichkeiten für alle Schulen außerhalb des Schulbetriebs zu schaffen.

Übrigens: Auch wenn alle Schul-Rauchmelder 2014 eine Verbindung zur Feuerwehr haben, die bestehenden Brandschutzmängel wie an der Carl-von-Ossietzky-Schule in Klarenthal sind damit nicht beseitigt. Darauf weisen die Brandschützer ausdrücklich hin.

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