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17. September 2010

Porträt Wolfgang Groh: Mit Promis dinnieren

 Von Michael Grabenströer
Wolfgang Groh steuert über den Dächern von Schierstein den „Sozialkonzern“ IfB.  Foto: Michael Schick

Wolfgang Groh, Vorstand und Vorsitzender der IfB , will eine neue Spendenquelle für Behindertenarbeit erschließen.

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Eigentlich ist Wolfgang Groh längst selbst ein Promi, ausgezeichnet mit dem Bambi, Chef einer gemeinnützigen Unternehmensgruppe mit mehr als 800 Beschäftigten und einem ganzen Kranz von gemeinnützigen Einrichtungen. Groh kann als Vorbild beim Anpacken sozialer Aufgaben und deren Professionalisierung gelten. Nun will Groh Prominente hautnah vermitteln – natürlich für sein Lebenswerk, die Interessengemeinschaft für Behinderte (IfB).

Geplant: Essen im Nobelhotel Schwarzer Bock mit einem prominenten Tischpartner und Versteigerung eines persönlichen Gegenstandes. Beim ersten Dinner wird es der Schauspieler Michael Kessler sein, der mit den Gästen tafelt , und womöglich eine mehr oder weniger große Spende für die IfB einsammelt, genauer gesagt für die Initiative „Löwenmut“, die ein Behindertennetzwerk in Südafrika aufbauen soll. Charity Dinner nennt sich so etwas. Wolfgang Groh will auch das ausprobieren, um Spenden zu sammeln. Ein Probelauf.

Wenn es um Behindertenarbeit und Spendensammeln geht, dann ist Groh einfallsreich. Soziales Engagement liegt in der Familie, seit Vater Christian Groh die Interessengemeinschaft vor 51 Jahren ins Leben gerufen hat. Grund: der schwerstbehinderte Sohn Karlheinz. Für ihn sollten Betreuung und Schulunterricht geschaffen oder verbessert werden. Der Vater, ein AOK-Beamter, brachte die Interessengemeinschaft auf den Weg. Sohn Wolfgang, der praktisch seit seiner Kindheit mit Rollstühlen und Behinderten groß geworden ist, baut sie aus. Er machte aus der erfolgreichen Vereinsgründung des Vaters eine Art „kleinen Sozialkonzern“, wie es in der Stadt nicht ohne Anerkennung heißt. Stationiert ist die Initiative in der Storchenallee in Schierstein, in einem Gebäude mit Schiffsoptik. Dort hat die IfB festgemacht. Dort steuert Groh ein halbes Dutzend Hilfseinrichtungen für behinderte Kinder und Erwachsene, darunter das Hospiz „Bärenherz“ oder „Job “, um Arbeit für Menschen mit Behinderungen zu schaffen.

Auch eine Interessengemeinschaft für das Ehrenamt kommt hinzu. Denn klar ist, dass Behindertenhilfe Professionalisierung und Werbung wie die Bambi-Verleihung braucht, aber ohne Ehrenamt nicht auskommt.

Gründervater Christian Groh, der am 6. Oktober 93 Jahre alt wird, mischt sich längst nicht mehr in die aktive Arbeit ein, sagt Wolfgang Groh. Manchmal frage er nur besorgt, ob es nicht zu viel werde, weil man alles schließlich nur für Karlheinz, den behinderten Sohn getan habe, als die IfB 1959 die Arbeit aufnahm. Auch Mutter Alma, die am 2. Oktober 90 Jahre alt wird, blickt zufrieden auf das Werk. Karlheinz, der alles auslöste, wird zu den Geburtstagen erwartet. Er lebt, soweit es geht selbstständig in einem Wohnheim , das natürlich zur IfB, auch seinem Lebenswerk , gehört.

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