Schon einen Tag nach der Reizgas-Attacke an der Wiesbadener Schulze-Delitzsch-Berufsschule hat die Polizei den Täter ermittelt. Der 20 Jährige gab zu, am Dienstag Pfefferspray durch den Spalt einer Klassenraumtür gesprüht zu haben. Das Ganze sei ein bloßer "Scherz" gewesen, sagte er in der Vernehmung durch die Kripo.
Nichts zu lachen hatten dabei 55 seiner Mitschüler, die bei der Attacke verletzt wurden. 18 von ihnen mussten in Krankenhäusern behandelt werden, sieben werden noch stationär versorgt. Ihr Zustand sei aber allesamt stabil, hieß es aus dem Wiesbadener Rathaus.
Bei dem Reizgas habe es sich um handelsübliches Pfefferspray gehandelt, behauptete der 20-Jährige. Nach der Tat habe er die Dose in den Rhein geworfen.
"Kurz mal ausprobiert"
Das Gas war vom Keller des Schulgebäudes aus in einen Gebäudetrakt gedrungen, konnte aber durch Brandschutztüren eingedämmt werden. Die Polizei hatte die Schule evakuiert.
Bereits am Montag war es in der Berufsschule zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Auch dafür war der 20-Jährige laut eigener Aussage verantwortlich, der das Pfefferspray "einmal kurz ausprobieren" wollte. Weil dabei niemand verletzt worden ist, hatte die Schulleitung die Aktion als harmlosen "Schülerstreich" eingestuft.
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