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19. Januar 2013

Rhein-Main-Hallen: Kommunikation in Profihand

 Von Gaby Buschlinger
Die Wiesbadener Rhein-Main-Hallen. Foto: Rolf Oeser

Zwei Agenturen informieren regelmäßig über Abriss und Neubau der Rhein-Main-Hallen. Die Bensheimer Ifok und die Wiesbadener Basis werden spätestens im Frühjahr bei der Preisvergabe für die Neubaupläne gefordert sein. Die Ifok war schon an der Mediation am Frankfurter Airport beteiligt.

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Die Öffentlichkeitskampagne für den Neubau der Rhein-Main-Hallen übernimmt das Beratungsunternehmen Ifok mit Hauptsitz in Bensheim zusammen mit der Wiesbadener Kreativ- und Designagentur Die Basis.

Die beiden Agenturen haben nach der europaweiten Ausschreibung den Auftrag für die begleitende Kommunikationskampagne während der Planungs- und Bauphase des Großprojekts erhalten, sagte Henning Wossidlo auf FR-Nachfrage. Wossidlo ist Sprecher der Betriebsleitung der stadteigenen Messe-, Kongress- und Tourismus-Holding Triwicon, der die Federführung bei dem Neubau der Messehalle obliegt.

Die Agenturen werden schon bald zu tun bekommen: Laut Wossidlo stellt das Preisgericht am 12. März den Sieger und die vier weiteren Preisträger des Architektenwettbewerbs vor. Doch die Bürger sollen auch die anderen Entwürfe sehen und mitdiskutieren. Diese Art von Bürgerbeteiligung gab es bereits bei der Standortfrage der Rhein-Main-Hallen. Die Kampagne der Wiesbadener Agentur war indes wegen Slogans wie „Halle Hop“ und „Halleluja“ umstritten.

Und die repräsentative Telefonumfrage zum künftigen Standort hatte zudem ein doppeldeutiges Ergebnis gebracht: Die Mehrheit war zwar für die Verlagerung der Messehalle an die Wilhelmstraße, räumte aber ein, die beiden zur Wahl stehenden Plätze gar nicht zu kennen. Die Mehrheit derer, denen auch der bisherige Standort an der Friedrich-Ebert-Allee ein Begriff war, war für den Verbleib der Kongresshalle am alten Platz.

Um einem Bürgerbegehren zum Schutz der angrenzenden Herbert-Parkanlage zuvorzukommen, legte sich die große Koalition schließlich auf die Variante Neubau an alter Stelle fest.

25 Teilnehmer im Wettbewerb

Insgesamt 25 Architekturbüros – überwiegend aus Deutschland – nehmen an dem begrenzt offenen Wettbewerb teil – acht hatte die Stadt im Vorfeld ausgewählt. Die Liste ist im Internet unter www.wb-rmh.de einsehbar. Der Siegerentwurf erhält 35.000 Euro, der Zweitplatzierte 25.000 Euro, der Dritte 15.000 Euro und der Vierte 10.000 Euro. Zudem wird ein Anerkennungspreis von 10.000 Euro vergeben.

Alle 25 Teilnehmer bekommen laut Magistratsvorlage für ihren Entwurf 8000 Euro Bearbeitungshonorar, sodass der Wettbewerb mit rund 300.000 Euro zu Buche schlägt.

Die externen Kommunikationsprofis sollen die Öffentlichkeit regelmäßig über den Stand des Großprojekts von den Entwürfen über den Abriss ab Mitte 2014 bis zur Inbetriebnahme Ende 2017 oder Anfang 2018 informieren. Der Auftrag ist auf ein Jahr begrenzt, kann aber fünfmal verlängert werden. Das Volumen liegt nach FR-Informationen bei 200.000 Euro pro Jahr.

Ifok hat eigenen Angaben zufolge im Auftrag der hessischen Staatskanzlei das Regionale Dialogforum im Mediationsverfahren für den Bau der neuen Nordwest-Landesbahn am Frankfurter Flughafen geleitet. Die Basis entwickelt laut Selbstdarstellung im Internet „innovative Kommunikationskonzepte“.

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