Zwischen dem Großparkplatz neben dem Hauptbahnhof und dem Schlachthof-Gebäude, in dem sich das Kultur- und Kommunikationszentrum (KuK) samt Kneipe befindet, wächst rund um den Backstein-Turm derzeit der Kulturpark, eine Park- und Freizeitanlage mit Bouleanlage, Beachvolleyball-Feld und Kinderspielgeräten. Im Frühjahr soll alles fertig sein. Die Kosten für den Kulturpark sind laut Dezernentin Rita Thies (Die Grünen) mit 1,2 Millionen Euro veranschlagt.
Wie der nach Plänen von Stadtbaumeister Felix Genzmer gebaute Wasserturm mit ehemaligem Kühlhaus genutzt werden soll, ist indes noch nicht geklärt. Dies soll laut Thies möglichst in diesem Jahr passieren. Die bisherigen Putz- und Bauarbeiten an dem Denkmal galten - und gelten noch - einzig dem Erhalt des 110 Jahre alten Gebäudes und dem Schutz vor weiterer Zerstörung durch ungebetene Eindringlinge. Das kostet laut Thies etwa 300 000 Euro, deutlich mehr als zunächst veranschlagt. Der 36 Meter hohe Turm ist neuerdings in blauem und weißem Licht illuminiert. Das Denkmal soll auf Dauer als "Landmarke" leuchten, was die "Schlachthof"-Geschäftsführer Gerhard Schulz und Carsten Schack besonders freut. Und Schack und Schulz sind sich einig: "Wir wollen Wiesbaden nach vorne bringen."
Jenseits des KuK soll auf der noch betonierten Brachfläche der von "Jamaika" beschlossene sogenannte Energiegarten entstehen - ein generationsübergreifendes Bewegungsangebot nach dem Vorbild Chinas, bei dem auch beispielsweise Sonne, Wasser und Wind eine Rolle spielen. Der Energiegarten steht jedoch weder auf der Wunschliste von Thies noch von den Schlachthof-Managern ganz oben. Vorrang hat für alle die Sanierung des KuK selbst. Und um zu expandieren, muss das außen frisch renovierte und von Grafitti gereinigte Gebäude auch im Inneren modernisiert werden.
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