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19. Februar 2013

US Armee: Infoportal soll Amerikaner locken

 Von Ute Fiedler
Christina Yuko Vogel will Kulturen verbinden.  Foto: Michael Schick

Christina Yuko Vogel hat eine Homepage für die in Wiesbaden stationierten Army-Angehörigen entwickelt. Das Portal soll richtig durchstarten, wenn der Umzug von 20.000 Soldaten und ihren Angehörigen von Heidelberg in die Landeshauptstadt abgeschlossen ist.

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Christina Yuko Vogel brennt. Der Ehrgeiz blitzt aus den Augen der 31 Jahre alten Wiesbadenerin, die sich vor Kurzem selbstständig gemacht hat. Mit ihrem Internet-Portal linkinggermany.de will sie die in Wiesbaden stationierten Amerikaner in die Innenstadt locken und so Kontakte zwischen ihnen und Deutschen herstellen. Sie will ein Angebot schaffen, das es in dieser Form noch nicht gibt.

Seit Langem wird in der Landeshauptstadt diskutiert, wie man die Verbindungen zwischen Wiesbadenern und Amis intensivieren könnte. Vor allem im Hinblick auf den Umzug des Hauptquartiers von Heidelberg. Dann werden mehr als 20.000 US-Amerikaner in Wiesbaden stationiert sein. Und die sollen, so der Wunsch der ansässigen Unternehmer, die Wirtschaft der Landeshauptstadt ordentlich ankurbeln.

Einige Ideen sind bereits umgesetzt worden. So ist beispielsweise die Homepage der Stadt auch auf Englisch zu lesen. Die US-Army verweist selbst auf ihrer Webseite auf Angebote in der Innenstadt. Das City Marketing ist nach Angaben von Geschäftsführer Martin Michel ebenfalls in regem Kontakt mit den Amerikanern, hat zahlreiche Projekte initiiert. Anfang März wird es eine Einkaufs-App herausbringen.

Hemmschwellen abbauen

Und auch die IHK ist stets um Verbindungen zwischen Deutschen und Amerikanern bemüht. So lädt sie etwa am Mittwoch, 20. Februar, um 18 Uhr zu „Open House – Wohnungsbedarf der US-Armee“ ins Wiesbaden Entertainment Center auf dem Hainerberg, Mississippistraße 45, ein. Und auch die Einzelhändler werden unterstützt. Mit einem Aufkleber mit der Aufschrift „English spoken here“ und „VAT-Form accepted“ (mehrwertsteuerfreier Einkauf) sollen Hemmschwellen abgebaut werden.

Genau das will Christina Vogel, die anderthalb Jahre während ihres Studiums für BWL und Japanisch in Tokio gelebt hat und weiß, wie es ist, sich fremd zu fühlen. „Dort war ich froh, im Internet Hilfe zu erhalten und Tipps zu bekommen.“ Dass es auch in Deutschland Bedarf an Informationen gibt, merkte sie, als sie sich mit einigen Amerikanern anfreundete, sie zum Arzt begleitete, Handyverträge für sie abschloss, kleine Reisen organisierte. Auf einmal fungierte die Wiesbadenerin als Schnittstelle. „Das hat mir riesigen Spaß gemacht. Ich merkte, dass es das ist, was ich wollte“, sagt Christina Vogel, die auch als Personalberaterin gearbeitet hat. „Doch für diese Arbeit habe ich nicht gebrannt. Und das muss ich, um glücklich zu sein.“

Etwa 20 Einzelhändler, Gastronome und Unternehmer hat Vogel bereits ins Boot geholt. Weitere sollen folgen. Sie präsentieren sich auf dem Internet-Portal und bieten auf Amerikaner abgestimmte Angebote an, die ausgedruckt werden können. „Mit dem Zettel gehen die Kunden in den Laden, und der Inhaber weiß sofort genau, worum es geht. Sprachbarrieren gibt es nicht.“ Zudem gibt es auf der Seite auch Wissenswertes über die Region und die Bräuche der Deutschen.

Thumbs up auf der Airbase

Selbst übersetzen müssen Vogels Kunden ihren Auftritt nicht. Das übernimmt die 31-Jährige, die gute Kontakte in die Airbase hat. Dort heißt es, Christina Vogels Vorhaben könnte Erfolg haben. Das kann man sich auch seitens der IHK vorstellen. „Wir haben oft Anfragen, wie Kontakte zu den Amerikanern intensiviert werden können“, sagt Melanie Dietz, Sprecherin der IHK.

Das bestätigt auch Martin Michel. Die englischsprachige Wiesbaden-Homepage werde sehr gut genutzt, sagt er. Doch seiner Meinung nach könne ein solches Projekt nur erfolgreich sein, wenn die Amerikaner Kenntnisse davon erlangten. Man müsse gut aufbereitete Informationen anbieten und Zusätze wie etwa Anreisemöglichkeiten. „Ein Flyer reicht heutzutage nicht mehr aus.“

Infos auf www.linkinggermany.de, www.ihk-wiesbaden.de und www.wiesbaden.de

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