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14. Juli 2010

VC Wiesbaden: Verein sucht Halle

 Von Gaby Buschlinger
VC Wiesbaden  Foto: Michael Schick

Die Volleyball-Liga gestattet den Bundesliga-Spielerinnen des VCW nur noch sieben Heimspiele am 2. Ring. Jetzt sucht der Verein dringend nach einer Ausweich-Halle.

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Der Druck auf die Stadtverordneten, dem privaten Bau der Großsporthalle auf dem Platz der deutschen Einheit zuzustimmen, wächst. Nicht nur der private Bauunternehmer Max Bögl verlangt als „bester Bieter“ bis 31. Juli, dass die 81 Stadtverordneten ihm den Zuschlag geben (sonst könnte Bögl Schadenersatz in Millionenhöhe fordern). Jetzt mahnt auch die Deutsche Volleyball-Liga (DVL): Der Volleyball-Club Wiesbaden erhält keine weitere Ausnahmegenehmigung mehr, Spiele in der zu niedrigen Halle am Konrad-Adenauer-Ring austragen zu dürfen.

Bis zum 30. Juni hätte der Bundesligist nachweisen müssen, dass für seine neue bundesligataugliche Spielstätte Baurecht, Finanzierung und der Beschluss für den Bau bestehen, sagte DVL-Pressesprecher Daniel Sattler. Da nichts von alledem vorliege, gebe es für die neue Saison keine weitere Genehmigung für Punktspiele in der alten Halle.

Die Heimspielstätte des VCW hat noch nie den DVL-Vorschriften entsprochen. Als die Wiesbadener Spitzensportlerinnen 2004 in die erste Liga aufstiegen, erhielten sie von der DVL eine befristete Ausnahmegenehmigung. Diese wurde verlängert, weil die Stadtpolitik im Frühjahr 2007 versprach, bis Ende 2009 eine geeignete Halle auf dem Platz der deutschen Einheit zu bauen.


Die Gnadenfrist, der DVL bis 30. Juni 2010 konkrete Aktivitäten für den Bau einer regelkonformen Halle nachzuweisen, ist vorbei. Sieben der 14 Heimspiele gestatte die DVL dem VCW noch in der alten Halle, sagte Sattler und betonte: „Wir wollen dem Verein nichts Böses.“ Aber andere Städte hätten auch neue Hallen gebaut, „und denen gegenüber müssen wir glaubwürdig bleiben“.

VCW-Manager Achim Exner hat für fünf Spiele die Rhein-Main-Halle reserviert und prüft, ob er zudem nach Rüsselsheim und Frankfurt ausweichen kann. Heimspiele auswärts auszutragen wären aber ein finanzielles Fiasko für den Verein, weil Sponsoren und Zuschauer wegblieben.

Am Donnerstag kommender Woche könnte der für den VCW entscheidende Parlamentsbeschluss fallen. Am 22. Juli sollen die Stadtverordneten in einer Sondersitzung der Firma Bögl den Bauauftrag erteilen. Eine Mehrheit gilt als sicher – trotz der Vorwürfe einer undurchsichtigen Finanzierung. Denn die Stadt wird in 30 Jahren über 95 Millionen Euro Miete samt Instandhaltungs- und Betriebskosten an den Investor zahlen.

Der VCW wird sich vermutlich trotzdem nach Ersatzspielstätten für die zweijährige Bauzeit der Halle umsehen müssen. Der DVL-Sprecher hält eine weitere Ausnahmegenehmigung für die Halle am 2. Ring für unwahrscheinlich.

Die undurchsichtige Finanzierung interessiert derweil die wenigsten. Die Mehrheit ist froh, dass der seit Jahrzehnten dem Verfall preisgegebene Platz der deutschen Einheit endlich hergerichtet wird. Die Elly-Heuß-Schüler sind froh, weil sie ihre nötige Drei-Felder-Halle für den Sportunterricht bekommen. Und Anwohner und Geschäftsleute sind froh, wenn durch den Bau Trinker und Junkies vertrieben werden.

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