Plötzlich taucht ein heller Lichtpunkt aus der Dunkelheit auf. Für wenige Sekunden sieht man einen keuchenden Mountainbikefahrer, dann biegt er schon um die Kurve, und nur noch sein Rücklicht verrät, dass er eben hier war. Und so schnell, wie das helle Licht auftauchte, verschwindet auch das rote. Dann geht das Ganze von vorne los.
Wäre im Rambacher Wald nicht die Stimme eines Moderators zu hören, man käme nicht darauf, was hier los ist: Über 100 Mountainbikefahrer kämpfen beim fünften Wiesbadener Night Rider am Samstagabend um den Sieg. In Zweierteams gilt es, vier Stunden und eine Runde zu absolvieren. Am Ende siegt, wer die längste Distanz in dieser Zeit fährt. Mittlerweile sitzen die Fahrer dreieinhalb Stunden auf dem Sattel. Immer abwechselnd fahren sie eine Runde von 4,3 Kilometer Länge und 101 Höhenmeter. Dadurch, dass die Fahrer sich abwechseln, „bleibt das Tempo am höchsten“, sagt Jürgen Gräber, Vorsitzender des Wiesbadener Radsportclubs (RSC), der das Rennen ausrichtet.
Schnelle Entscheidung
Am Rand der Strecke stehen vereinzelt Zuschauer. Es sind vor allem Freundinnen oder Ehefrauen der überwiegend männlichen Teilnehmer oder Eltern, die ihren Nachwuchs anfeuern.
Spannend ist das Rennen kaum noch: „Bereits nach der ersten Runde stand fest, wer gewinnen wird“, sagt Gräber: Christian Kreuchler und Christian Schneidawind vom Team Texpa-Simplon stehen als Sieger des Night Riders fest. 125 Kilometer legen sie in vier Stunden und zwölf Minuten zurück. Es war zwar ihr erstes Team-Rennen, wie sie bei der Siegerehrung sagen, aber da sie Profiradsportler sind, war zu erwarten, dass sie vorn dabei sein würden.
Die erste Runde fuhren sie so schnell, dass sogar die amtierenden Deutschen Meister Max Friedrich und Erik Hühnlein nicht mehr mithalten konnten. Sie belegten den zweiten Platz, gefolgt vom Team Mami 2011.
Erst zur letzten Runde tauchen mehr Zuschauer auf, die den Fahrern ermunternde Worte zurufen. Darunter auch Oberbürgermeister Helmut Müller: Wiesbaden sei eine große Fahrradstadt, meint er. „Mittlerweile gehört das Night-Rider-Rennen fest ins Programm.“
Perfektes Wetter
Dann kommen die ersten Fahrer ins Ziel. Erschöpft steigen sie vom Sattel. „Das Rennen war ganz schön anstrengend“, meint Sieger Christian Kreuchler. Bestätigen kann das Holger Ploth vom Team Alpencross. „Gerade die letzte Runde hatte es in sich.“ Sein ers
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