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Wiesbaden
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12. November 2013

Wiesbaden : Neuer Ärger steht ins Haus

 Von Ute Fiedler

Kaum sind die Querelen um die Einmalzahlung beigelegt, droht die Wibus mit Streiks.

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Die Mitarbeiter der Billig-Verkehrsgesellschaft Wibus sind froh, dass die Querelen um ihren Geschäftsführer Uwe Cramer und die nicht vom Aufsichtsrat genehmigte Einmalzahlung an die Mitarbeiter der Eswe-Verkehr offenkundig beigelegt sind. Schließlich gibt es aus ihrer Sicht wichtigeres zu tun: Bis Ende 2014 sollen Eswe-Verkehr und Wibus in einer städtischen Verkehrsgesellschaft zusammengeführt sein. „Es wird Zeit, dass endlich wieder dieses Ziel in den Vordergrund rückt“, sagt Jürgen Gebhardt vom Betriebsrat der Wibus.

Gebhardt ist sauer, dass in den vergangenen Monaten vor allem auf seinen Chef Uwe Cramer „eingeprügelt“ worden sei. „Schließlich hat er das gemacht, was uns schon 2012 versprochen worden war: Wir haben etwas mehr Geld erhalten.“

Gebhardt spielt auf das Treffen im August 2012 im Rathaus zwischen CDU-Fraktionschef Bernhard Lorenz, Sven Gerich, damals noch SPD-Chef, und der Stadtentwicklungsdezernentin und Eswe-Aufsichtsratschefin Sigrid Möricke (SPD), an. Um einen Streik zu verhindern, sei, so sagt er, den Wibus-Angestellten eine Sonderzahlung sowie eine Gehaltserhöhung versprochen worden. „Eingelöst worden ist nichts. Und jetzt hacken alle auf Uwe Cramer rum, der uns 300 Euro gezahlt hat.“ Möricke wollte gestern zu den Vereinbarungen nichts sagen, da es sich um ein „vertrauliches“ Gespräch gehandelt habe.

Zahlung gerechtfertigt?

Gebhardt erachtet die Zahlung an die Angestellten der Eswe-Verkehr für gerechtfertigt. „Schließlich gibt es dort unterschiedliche Verträge. Manche sind schlechter gestellt als wir.“ Gutheißen wollen er und Betriebsratskollege Cemal Zor die Vorgehensweise Cramers zwar nicht. „Die Auszahlung hätte zwingend mit dem Aufsichtsrat abgestimmt werden müssen“, sagt Zor. Verurteilen wolle man das Agieren des Chefs jedoch nicht: „Cramer ist schließlich der Einzige, der etwas für die Fusion tut“. Und auch, wenn er dafür eine ordentliche Prämie – bei erfolgreicher Zusammenführung gibt es 140 000 Euro – erhalte: „Der hätte es sicher nicht nötig, sich diesen Stress anzutun“, sagt Zor.

Vor Kurzem fand bei der Wibus eine Betriebsversammlung statt. „Die Stimmung ist aufgeheizt, die Unzufriedenheit ist groß“, sagt Zor, der fordert, dass die Politik „zeitnah, in den nächsten vier Wochen, zu Potte kommt“, sonst könnte es zu Streiks kommen. „Und zwar direkt zur Weihnachtszeit.“ Bereits im März – kurz vor der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters – dieses Jahres hatten die Wibus-Fahrer den Verkehr in Wiesbaden lahmgelegt. Es geht ihnen nicht nur um mehr Geld, sondern auch zum Beispiel auf die Gleichbehandlung der Eswe- und Wibus-Fahrer hinsichtlich der Pausen. „Wir bekommen pauschal jeden Tag eine Dreiviertelstunde für die Pause abgezogen, egal, ob wir sie gemacht haben oder nicht“, sagt Gebhardt.

Man habe sich lange genug hinhalten lassen und die Querelen um Cramer hätten das Vorgehen nur weiter verzögert. „Wir sind die Leidtragenden von der ganzen Geschichte. Wir haben die Schnauze voll“, sagt Gebhardt. Und Sven Gerich, der im März noch seine Flugblätter verteilte und sich für eine baldige Zusammenführung aussprach, müsse Dampf machen.

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