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03. Dezember 2014

Wiesbaden: Gegen Kündigungen

 Von Marion Ziegler

Die Landesärztekammer warnt davor, an den Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) 391 Vollzeitstellen, darunter 53 Ärztestellen, zu streichen.

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Seit Oktober sind die Zahlen bekannt: 391 Vollzeitstellen, darunter 53 Ärztestellen, streichen die Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) im Zuge der Umstrukturierung. Nun hat sich die Landesärztekammer gemeldet und warnt vor derart massivem Personalabbau. Er führe zu Arbeitsverdichtung und Überlastung und damit zu schlechterer Patientenversorgung, teilte die Kammer gestern mit.

„Dieses Vorgehen steht im Widerspruch zu der politisch propagierten Qualitätsoffensive im Gesundheitswesen“, schreiben die Ärztevertreter. Qualitativ hochwertig könnten Patienten nur mit ausreichendem und gut qualifiziertem Personal versorgt werden. 53 Stellen entsprechen laut Kammer mehr als 13 Prozent der Ärztestellen.

„Die Qualität leidet nicht, das ist nachweisbar“, wehrt sich eine HSK-Sprecherin gegen die Vorwürfe. Gezeigt habe sich das in zahlreichen anderen Kliniken des Konzerns Helios. Im Juni übernahm Helios die von den Rhön-Kliniken gehaltenen Anteile der einst kommunalen Klinik. Mit einem Minus von 25 Millionen Euro würden die HSK das Jahr voraussichtlich abschließen, sagte die Sprecherin. Deswegen seien viele Maßnahmen nötig, der Stellenabbau sei nur eine davon.

Betriebsbedingte Kündigungen wolle die Klinik, wenn möglich, vermeiden. Bis Montag, 15. Dezember, können daher Mitarbeiter einen Antrag stellen, ihren Arbeitsplatz mit Abfindung freiwillig aufzugeben. Betriebsrat und Geschäftsführung prüfen die Anträge. Wer schließlich noch vor Ende des Jahres einen Auflösungsvertrag unterschreibe, der bekomme zusätzlich eine Prämie. „Bis jetzt haben weit über 400 Mitarbeiter Interesse gezeigt und weit über 100 haben Anträge gestellt“, sagte die Sprecherin.

Die Landesärztekammer forderte unterdessen, die Stadt solle ihren Einfluss als kommunaler Anteilseigner an den HSK geltend machen, um dem Personalabbau entgegenzuwirken.

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