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18. Januar 2013

Wiesbaden-Nordenstadt Wohnen: Nordenstadt wird kräftig wachsen

 Von Gaby Buschlinger
Die Apfelbäume am Hainweg sind schon weg.  Foto: Rolf Oeser

In zwei Jahren ist Baubeginn des Wohngebiets am Hainweg in Nordenstadt. Mit der Planung sind längst nicht alle einverstanden. Der Ortsbeirat vermisst eine Sporthalle, sein Wunsch wird aber ignoriert.

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Reihenhäuschen und Carports statt Kartoffeln und Apfelbäume: Seit 20 Jahren will die Stadt die Acker- und Apfelbaumflächen am Hainweg am westlichen Ortsrand von Nordenstadt zwischen der Heerstraße im Norden und der Konrad-Zuse-Straße im Süden in ein Wohngebiet verwandeln.

Inzwischen haben fast alle der rund 15 Eigentümer ihre Grundstücke verkauft. Zum Teil an die Stadt und zum Großteil an die SWM Projektgesellschaft, die im vergangenen Jahr eigens zur Entwicklung des Wohngebiets gegründet wurde. Nach Angaben von SWM-Geschäftsführer Bernd Scherer fehle nur noch ein Grundstück, dessen Erbengemeinschaft jedoch bereits Verkaufsbereitschaft signalisiert habe.

Ideenwettbewerb

Die Apfelbäume des Landwirts Kern entlang der Eichelhäherstraße wurden schon im vergangenen Monat abgeholzt. Und die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), die das Projekt steuert, hat einen Ideenwettbewerb ausgelobt. Im April erwartet SEG-Geschäftsführer Dietrich Schwarz die Ergebnisse, in zwei Jahren könnte der Bau beginnen. Angestrebt seien wie im Künstlerviertel überwiegend Reihen-, Doppel- und Einzelhäuser, von „preisgünstig bis hochwertig“. Es sollen nicht wie anfangs gewünscht 1100, sondern 650 Wohneinheiten entstehen. Damit wird Nordenstadt auf 10.000 Bewohner wachsen.

Scherers Gesellschaft investiert für die Entwicklung der Ackerflächen in Bauland rund 15 Millionen Euro , die Stadt beteiligt sich mit weiteren fünf Millionen Euro daran. Entsprechend ist Scherer überzeugt, dass die Vermarktung der Häuser flutschen wird. Trotz des zunehmenden Fluglärms durch die Hubschrauber des US-Flughafens in Erbenheim und den Krach durch die A66 „betrachten die Baufirmen das Gebiet als attraktiv wegen der guten Infrastruktur und der Nähe zum Frankfurter Flughafen“.

Wunsch des Ortsbeirats ignoriert

Für Grundschüler könnte das Wohngebiet nicht ideal werden: Eine Kita mit sieben Gruppen ist vorgesehen, eine Grundschule jedoch nicht. Laut Schwarz könne die Grundschule im Ortskern erweitert werden. Christiene Jouaux-Frönd (Grüne) vom Ortsbeirat zweifelt: „Die 300 Schüler haben jetzt schon nur den eingezäunten Sportplatz.“ Doch Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke (SPD) geht davon aus, dass nach der Umgestaltung des angrenzenden Gemeindezentrums genug Platz für einen Schulanbau geschaffen werde.

„Geschockt“ ist Jouaux-Frönd zudem, dass der einstimmige Wunsch des Ortsbeirats nach einer Sporthalle ignoriert worden sei. Die Taunushalle sei seit langem zu klein für den TuS Nordenstadt. Im Winter bekäme der Leichtathleten-Nachwuchs keine Hallenzeiten. Schwarz sagte, der Bauausschuss habe außerhalb des Wohngebiets eine Sporthalle beschlossen. Möricke betonte: „Bei 2000 neuen Einwohnern ist eine Sporthalle nicht zwingend nötig.“

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