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13. Januar 2016

Wiesbaden: Party-Abo bis zum Jahr 2027

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Der Ball des Sports soll in Wiesbaden bleiben. Der Oberbürgermeister verhandelt mit der Deutschen Sporthilfe als Veranstalter über die Jahre 2018 bis 2027.Der derzeitige Vertrag läuft nach dem Ball des Sports im Jahr 2017 aus.

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Wenn der ehemalige Wasserballer Michael Ilgner über den Ball des Sports in Wiesbaden spricht, dann schlagen die Wellen der Begeisterung hoch. Der heutige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe und damit Veranstalter des Balls des Sports, lobt über alle Maßen die äußerst fruchtbare Zusammenarbeit mit der Wiesbadener Stadtverwaltung im Allgemeinen und dem Kurhaus-Team rund um Geschäftsführer Markus Ebel-Waldmann im Besonderen.

Zwischen dem Gelobten und dem Lobenden steht bei der gestrigen Pressekonferenz in der Henkell Sektkellerei ein beseelt lächelnder Oberbürgermeister: Sven Gerich (SPD) spricht mit demonstrativer Zuversicht davon, dass der Ball des Sports im Jahr 2018 in den neuen Rhein-Main-Hallen gefeiert werde. „Und vielleicht wird ja auch der 50. Ball des Sports in Wiesbaden stattfinden“, wünscht sich Gerich, der den Ball „eine wunderbare Tradition“ nennt.

600.000 Euro Zuschuss

„Nach dem Ball ist vor dem Ball“, berichtet Gerich aus der Verwaltung, die quasi im Wochentakt mit der Gala zu tun habe. Das mag überraschen, denn der Vertrag der Stadt mit der Deutschen Sporthilfe läuft wie berichtet nach dem Ball des Sports im Jahr 2017 aus. „Ich verrate nicht zu viel, wenn ich berichte, dass wir mit der Deutschen Sporthilfe in guten Gesprächen über die Jahre 2018 bis 2027 sind“, so Gerich auf Nachfrage. Das sei die längste vertragliche Bindung an einen Standort in der Geschichte der Deutschen Sporthilfe, ergänzt Gerich nicht ohne Stolz.

Der Oberbürgermeister räumt indes ein, dass es in der jüngsten Debatte um die Haushaltskonsolidierung und die damit verbundenen schmerzhaften Einschnitte Kritik am Zuschuss an die Deutsche Sporthilfe gegeben habe. 400 000 Euro zahlt die Stadt jedes Jahr an die Deutsche Sporthilfe, damit diese den Ball in Wiesbaden ausrichtet. Dazu kommen pro Jahr noch einmal 200 000 Euro von der Spielbank Wiesbaden, was streng genommen aber Landesmittel sind.

„Man darf die hitzige Diskussion nicht überbewerten, da sie in schwierigen Rahmenbedingungen geführt wurde“, so Gerich weiter. Sollten die Vertragsverhandlungen mit der Deutschen Sporthilfe erfolgreich sein, so muss laut Gerich das Parlament noch zustimmen. Das gilt auch für die Fortführung des Zuschusses über das Jahr 2017 hinaus. „Wir werden das sicherlich hinkriegen“, sagt Gerich im Hinblick auf die kommenden Ball-Jahre in Wiesbaden.

Markus Ebel-Waldmann, Chef des Kurhauses und der Rhein-Main-Hallen-Betreiberfirma, hält den Ball des Sports für eine wichtige Veranstaltung: „Der Ball hat eine Strahlkraft nicht nur in die Branche, sondern in die Öffentlichkeit“, betont Ebel-Waldmann. Nach dem Ball des Sports schnellten regelmäßig die Miet-Anfragen für das Kurhaus um 25 bis 30 Prozent in die Höhe. „Das hat eine richtige Sogwirkung. Besonders bei der Vermarktung der Rhein-Main-Hallen wird das wichtig werden.“

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Ebel-Waldmann kündigt die Eröffnungsfeier der neuen Rhein-Main-Hallen, die dann Rhein-Main-Congress-Center heißen sollen, bereits für Dezember 2017 an. „Das wird eine interne Veranstaltung. In die Vermarktung gehen wir für 2018. Der Ball des Sports soll der erste große Event werden.“ Der Vertrag mit der Deutschen Sporthilfe laufe ohnehin auf die Rhein-Main-Hallen GmbH, die das Kurhaus während der Bauzeit als Ausweich-Location angemietet hat.

Ebel-Waldmann sieht sich und sein Team bereits gut gerüstet für den 46. Ball des Sports. „Wir freuen uns sehr auf den Event, weil wir da High-Tech im historischen Ambiente zeigen können.“ Unter anderem soll ein 25-Meter-Schwimmbecken in der vom Bau-Konzern Bilfinger gesponserten Ball-Arena aufgebaut werden. Otto Normalwiesbadener wird das allerdings höchstens auf Fotos sehen: Eine Eintrittskarte kostet 1200 Euro.

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