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Wiesbaden
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14. Januar 2013

Wiesbadener Tierschutzverein: Tierfriedhof eröffnet im Sommer

 Von Jana Kinne
Hundewelpe Quoka kuschelt mit der Vorsitzenden des Tierschutzvereins Henriette Hackl.  Foto: M. Weis

Die ursprünglich für November 2012 vorgesehene Eröffnung des Wiesbadener Tierfriedhofs ist nun für den Sommer 2013 geplant. Die Grabstätten und auch die hitzig diskutierte Abgabegebühr sollen helfen, die hohen Kosten des Tierheims zu decken.

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Tierheim in Zahlen

Rund 100 Hunde, 100 Katzen und 200 Kleintiere beherbergt das Tierheim.

Die Belegung wechselt ständig. So wurden in 2012 rund 1400 Tiere vermittelt.

Weniger Tiere sollen in Zukunft im Heim aufgenommen werden, um die hohen Kosten zu reduzieren. Schon 2012 waren im Vergleich zu 2011 durchschnittlich rund 100 Tiere weniger im Tierheim untergebracht.

Der Tierheimunterhalt kostet 977000 Euro im Jahr. 110000 Euro zahlt die Stadt für die Unterbringung der Fundtiere. Der Rest wird durch Mitgliedsbeiträge, Gebühren und Spenden finanziert.

19 Mitarbeiter hat das Tierheim. Zusätzlich kümmern sich rund 100 Freiwillige um das Wohl der Tiere.












Es wird ein spannendes Jahr für den Wiesbadener Tierschutzverein: Die Eröffnung des Tierfriedhofs steht an, und die heftig diskutierte Abgabegebühr muss sich bewähren.

Zu hitzigen Diskussionen hatte die Ankündigung des Tierschutzvereins im Oktober des vergangenen Jahres geführt, eine Abgabegebühr erheben zu wollen, die je nach Tierart zwischen fünf Euro und 70 Euro variieren kann. „Die meisten Besitzer zeigen Verständnis“, berichtet die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Henriette Hackl nach den ersten Monaten. „Bisher spüren wir keine Veränderung“, sagt Hackl bezüglich der Gebühr. Auch 2012 verzeichnete das Tierheim wie in der vorherigen Jahren rund 500 Fundtiere in der Statistik. Die Befürchtung, dass mehr Besitzer ihre Schützlinge aussetzen würden statt sie abzugeben, habe sich also zunächst nicht bestätigt.

Quoka wird für 2013 in die Statistik der Fundtiere eingehen. Herzzerreißend schaut der vier Monate alte Hundewelpe die Vorsitzende des Vereins an, wedelt mit dem Schwanz und versucht, ihr mit der Zunge über das Gesicht zu schlecken. „Quoka wurde vor rund einer Woche ausgesetzt“, erzählt Tierpflegerin Barbara Wilhelmi. „Er war wohl ein ungewolltes Weihnachtsgeschenk“, vermutet sie. Noch halte sich die Zahl der Tiere, die nach Weihnachten abgegeben oder gefunden wurden, in Grenzen, aber Ende Januar rechne das Tierheim wieder mit einem Boom.

Dabei ist das Tierheim schon jetzt gut ausgelastet: „Bei den Katzen haben wir weiterhin Aufnahmestopp“, sagt Henriette Hackl. Man versuche, wenn möglich, Tiere an andere Heime zu vermitteln oder einen späteren Abgabetermin mit den Besitzern zu vereinbaren. „Komplett abgewiesen wird aber niemand“, verspricht die Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Zufahrt nicht genehmigt

Die ursprünglich für November 2012 vorgesehene Eröffnung des Wiesbadener Tierfriedhofs plant Henriette Hackl für den Sommer 2013. „Einen genauen Termin kann ich noch nicht nennen, aber ich bin zuversichtlich, dass er im nächsten halben Jahr fertig wird“, sagt sie.

Anders als zunächst geplant, werde es keine öffentliche Zufahrtsstraße für den Friedhof geben, sagt Hackl. „Das wurde nicht genehmigt“, sagt Hackl. Besucher sollen den Friedhof über einen Fußweg am Krematorium vorbei oder über einen Verbindungsweg vom Südfriedhof aus erreichen können.

Die Kosten für den Friedhof, der sich auf 4000 Quadratmetern Fläche neben dem Südfriedhof erstrecken wird, beziffert Hackl mittlerweile mit 90.000 statt 70.000 Euro. Refinanzieren soll sich die Investition des Vereins aus den Grabgebühren, die je nach Bestattungsart und Gewicht des Tieres zwischen 230 Euro und 485 Euro variieren werden.

„Wir hoffen, dass wir in etwa zehn Jahren einen kleinen Gewinn mit dem Friedhof machen werden“, sagt Hackl. Das Geld werde dringend gebraucht, um das Tierheim zu unterhalten, das den Tierschutzverein jedes Jahr 977.000 Euro kostet.

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