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Millionengeschäft: Assange will Memoiren schreiben

Er will es nicht - aber er muss, sagt er. Wikileaks-Gründer Julian Assange will seine Biographie schreiben und damit bis zu einer Million Pfund kassieren - für Wikileaks, natürlich.

Julian Assange - seine Biografie müsse er schreiben, sagt der Wikileaks-Gründer.
Julian Assange - seine Biografie müsse er schreiben, sagt der Wikileaks-Gründer.
Foto: dapd

Wikileaks-Gründer Julian Assange will seine Memoiren schreiben und damit bis zu einer Million Pfund (rund 1,17 Millionen Euro) kassieren. Das Geld sei nötig, um die Internetplattform am Laufen zu halten und um sich selbst gegen Missbrauchsvorwürfe in Schweden zu verteidigen, sagte Assange der Londoner Zeitung „Sunday Times“. „Ich will dieses Buch nicht schreiben, aber ich muss“, sagte er.

Der 39-Jährige Australier versucht, seine Auslieferung von Großbritannien nach Schweden zu verhindern. Er befürchtet, von Schweden in die USA abgeschoben zu werden. Dort hatte US- Vizepräsident Joe Biden Assange laut „Sunday Times“ als „Hightech- Terroristen“ bezeichnet.

FR-Spezial Wikileaks
Durch eine Lupe ist am Dienstag (30.11.2010) auf der Internet-Seite von Wilileaks das Wort «Secret» zu sehen. Am ersten Tag der Wikileaks-Veröffentlichung von US-Botschaftsdepeschen hat das Enthüllungsportal mehr als 200 Dokumente veröffentlicht, am zweiten Tag waren es 60.

Alle Texte. Fotostrecken und Videos zur spektakulären Veröffentlichung vertraulicher Dokumente aus dem Auswärtigen Amt der USA finden Sie im FR-Spezial zum Thema.

Die Plattform Wikileaks hatte in den vergangenen Monaten mit der Veröffentlichung vertraulicher Unterlagen über die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie über diplomatischen Schriftverkehr vor allem die USA in Bedrängnis gebracht. Die schwedische Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, ungeschützten Sex mit zwei Frauen gegen deren Willen gehabt zu haben.

Assange sagte, er werde für die Autobiografie 518.000 Pfund von seinem US-Verlag Alfred A. Knopf erhalten. Der Verlag gehört über die Gruppe Random House zum deutschen Bertelsmann-Konzern. Weitere 325.000 Pfund sollen vom schottischen Verlag Canongate kommen. Zusätzlich soll Geld über Tantiemen eingespielt werden. (dpa)

Plaßmanns Wikileaks

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Bedeutende Wikileaks-Enthüllungen

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Datum:  26 | 12 | 2010
Kommentare:  8
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Quellen im Internet
Die Internetseite von Wikileaks mit vertraulichen Depeschen des US-Außenministeriums.

Nachlesen, was Wikileaks im Spiegel, beim Guardian oder auf der eigenen Website über deutsche Politiker oder den Irakkrieg schreibt.

Video
Wikileaks-Aktivisten haben angekündigt, das sie neues Material veröffentlichen werden.

Bevor Wikileaks brisante Dokumente veröffentlicht, werden ausgewählte Medien zur Analyse der Daten aufgefordert und erhalten die Story dafür.

Das Gesicht von Wikileaks
Der Wikileaks-Chef und Gründer, Julian Assange, bei den New Media Days in Kopenhagen, Dänemark. Assange gründete 2007 das Enthüllungsnetzwerk Wikileaks.

Julian Assange, australischer Internet-Aktivist, ärgert weltweit Behörden, Geheimdienste, Militärs und Diplomaten.

Debatte
Das US-Außenministerium und das Pentagon fürchten die Sprengkraft der Geheimdokumente, die Wikileaks in Kürze veröffentlichen will.

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