Wirtschaft
Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse, Finanz-Themen

12. Dezember 2012

Bankenaufsicht : Offenbar Kompromiss gefunden

Die Chancen auf einen Beschluss der Finanzminister zu Bankenaufsicht stehen nicht schlecht. Foto: dpa

Vor dem Treffen der EU-Finanzminister haben sich Deutschland und Frankreich auf einen Kompromiss für die geplante zentrale Aufsicht über die Banken der Euroländer geeinigt. So könnten 60 bis 150 Banken unter die Aufsicht der EZB kommen.

Drucken per Mail
München/Düsseldorf –  

Die Gestaltung einer einheitlichen Bankenaufsicht in der Eurozone nimmt Medienberichten zufolge Form an. Vor dem Sondertreffen der 27 EU-Finanzminister in Brüssel sollen sich deutsche und französische Unterhändler laut einem Vorabbericht der „Süddeutschen Zeitung“ auf einen Kompromiss für die geplante zentrale Aufsicht über die Banken der Euroländer geeinigt haben. Damit wachse die Chance auf einen Beschluss der Finanzminister am Mittwoch.

Berlin und Paris haben sich laut „Süddeutsche Zeitung“ darauf geeinigt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) alle systemrelevanten und solche Banken beaufsichtigen solle, die staatlich gestützt werden. Die anderen Banken sollten weiter von nationalen Aufsehern kontrolliert werden. Die EZB bekomme jedoch das Recht, ihnen Anweisungen zu erteilen und die Aufsicht über jede Bank in begründeten Fällen an sich zu ziehen.

Das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) berichtet zudem unter Berufung auf Verhandlungskreise, dass Banken mit einer Bilanzsumme von mehr als 30 Milliarden Euro von der europäischen Notenbank überwacht werden sollen. Zudem sollen auch die Banken unter Aufsicht kommen, deren Bilanzsumme mehr als 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Heimatlandes überschreitet.

Mit diesem zweiten Kriterium solle sichergestellt werden, dass auch Banken, die zwar in absoluter Größe nicht systemrelevant sind, aber für das betroffene Land ein Risiko sind, von der EZB kontrolliert werden. „Die EZB könnte zwischen 60 und 150 Banken in Europa beaufsichtigen“, sagte ein Verhandlungsteilnehmer der Zeitung. Details zur Bankenaufsicht wollen die EU-Finanzminister am Mittwoch in Brüssel klären. (dapd)

Jetzt kommentieren

Ressort

Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse und Finanz-Themen.

Videonachrichten Wirtschaft

Koffein-Junkies

Die Jobs mit dem höchsten Kaffee-Konsum

Ohne den Wachmacher geht es nicht: 70 Prozent der befragten Berufstätigen glauben, ihre Arbeitsleistung wäre ohne Kaffee beeinträchtigt.

In TV-Serien sitzen Polizisten oft mit einem Becher Kaffee im Auto und observieren. Doch eine Umfrage belegt: Gesetzeshüter sind gar nicht die größten Kaffeetrinker unter den Berufsgruppen. In diesen zehn Jobs sind Mitarbeiter süchtig nach Koffein. Mehr...

FR-Schwerpunkt

Was ist gerecht?

Was ist gerecht?

WIRKLICH? Wie ungleich darf eine Gesellschaft sein – und was ist eigentlich Gerechtigkeit? Der große Schwerpunkt der Frankfurter Rundschau.

FR-Online: Ergänzende Informationen und ausgewählte Texte zum Thema im Online-Dossier.

iPad-App: Alle großen Stücke des Schwerpunkts - interaktiv in preisgekrönter Aufbereitung. Informationen und Bestellformular.

Zeitung: Sämtliche Analyen und Interviews im Vorteils-Abonnement - keine Folge verpassen und dabei noch anderen helfen. Das ist gerecht. Bestellformular.

MITMACHEN! Wie würden Sie Deutschland gerechter machen? Gibt es eine Ungerechtigkeit, der die Frankfurter Rundschau unbedingt nachgehen sollte? Reden Sie mit - auf unserer interaktiven Webseite.

Premium-Fotostrecke

Das Frankfurter Bankenviertel - eine Welt für sich. Schlendern Sie mit uns um die Mittagszeit über Opernplatz, Platz der Republik und Taunusanlage.

Zur Premium-Fotostrecke
Brutto-Netto-Rechner
Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.)
St.-Kl.
Arbeitslosengeldrechner
Wie viel Arbeitslosengeld steht Ihnen zu?
Bruttogehalt (jährl. Euro) Steuerklasse
Kinder Ja Nein Berechnen