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27. August 2014

Ärzte: Honorarstreit beigelegt

Der Honorarstreik ist beigelegt.  Foto: dpa

Die niedergelassenen Ärzte erhalten im kommenden Jahr von der gesetzlichen Krankenversicherung 800 Millionen Euro mehr. Darauf verständigten sich Kassen und Kassenärzte am Mittwoch in Berlin nach einem wochenlangen Streit.

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Mit 132 Millionen Euro soll die fachärztliche Grundversorgung unterstützt werden. Die selbe Summe soll an nichtärztliche Praxisassistenten fließen, um so mehr Hausbesuche zu ermöglichen, teilten die Verhandlungspartner mit. Bei den Assistenten handelt es sich um Mitarbeiter, die etwa die Wundversorgung übernehmen können. Der mit 540 Millionen Euro größte Teil wird nach einem bestimmten Schlüssel auf alle niedergelassenen Ärzte verteilt.

Über die Vergütung hatte es zwischen Kassen und Ärzten heftigen Streit gegeben. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatte eine Unterfinanzierung von fünf Milliarden Euro angeführt. Unter begründete sie diese damit, dass durch das begrenzte Budget zehn Prozent der Leistungen von den Ärzten unbezahlt erbracht würden. Der Spitzenverband der Kassen hatte die Forderungen als zu hoch zurückgewiesen.

Die Ärztevereinigung zeigte sich mit dem Ergebnis dennoch zufrieden. Der Vorstand habe niemals gefordert, dass die fünf Milliarden Euro auf einen Schlag fließen sollten, sagte Sprecher Roland Stahl. KBV-Chef Andreas Gassen würdigte die Förderung der hausärztlichen und fachärztlichen Grundversorgung. Damit sei ein Einstieg in feste Preise geschafft. GKV-Verbandschefin Doris Pfeiffer bezeichnete die Vereinbarung für die Kassen als "gerade noch vertretbar".

Die gesetzlichen Versicherungen betrachten die steigenden Ausgaben für Arzneimittel, Klinikbehandlungen und im ambulanten Bereich mit Sorge. Sie könnten in den kommenden Jahren zu spürbaren Zusatzbeiträgen für die Versicherten führen. Kosten von rund 1,2 Milliarden Euro machen einer Faustformel zufolge 0,1 Beitragssatzpunkte aus. (Reuters)

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