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10. Februar 2016

Ambiente: Nostalgie im Trend

 Von Anna Driftschröer
Schenken, Genießen, Wohnen - so lauten die Themen rund um die Ambiente.  Foto: dpa

Die Konsumgütermesse im Bereich Tisch, Küche, Hausrat und Deko beginnt. Rund 4 387 Aussteller aus 96 Nationen sind auf der Ambiente vertreten. Die Branche ist zuversichtlich.

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Beim Anblick von Emaille-Töpfen in knalligen Farben, kristallartigen Leuchten oder von Samt überzogenen Möbeln im Vintage-Look kommt bei all denen Experimentierfreude auf, die ihre eigenen vier Wände gerne hübsch einrichten. Von Freitag an ist „die Welt wieder bei uns zu Gast“, sagte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, am Mittwoch auf der Wirtschaftspressekonferenz der Ambiente. Die große Konsumgütermesse im Bereich Tisch, Küche, Hausrat und Deko beginnt in den Frankfurter Messehallen, wo in diesem Jahr 4 387 Aussteller aus 96 Nationen vertreten sind.

Auf 308 000 Quadratmetern präsentieren Hersteller einem internationalen Fachpublikum aktuelle Trends rund um das Thema Einrichten, Dekoration und Lifestyle. Dies bedeutet ein leichter Rückgang der Fläche, die im Vorjahr noch bei rund 328 000 Quadratmetern lag. Entsprechend sind auch weniger Aussteller vor Ort. „Wir sind ausgebucht“, sagte Messe-Geschäftsleiter Stephan Kurzawski gleichwohl. Aufgrund der Bauarbeiten in Halle 12 habe man ein wenig umstrukturiert.

Innovatives darf teuer sein

Die Hersteller und Händler blicken optimistisch in die Zukunft. Hausratartikel, Kleinmöbel und vor allem Elektrokleingeräte, wozu beispielsweise praktische Küchenhelfer zählen, wurden 2015 noch stärker nachgefragt als im Vorjahr. Zurück ging dagegen erneut die Nachfrage nach Bilderrahmen. Ein Trend, der sich in diesem Jahr fortsetzen dürfte. Doch insgesamt legte der Umsatz der Ambiente-typischen Güter um 5,9 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro zu.

Die zwei wichtigsten Konsumtrends: „Die Deutschen sind nicht mehr bereit, so viel Geld für Gegenstände des täglichen Gebrauchs auszugeben“, sagt Thomas Grothkopp, Geschäftsführer des Bundesverbands für den gedeckten Tisch und Wohnkultur (GPK), der FR. „Im Markenbereich gönnen sie sich dafür umso mehr innovative Produkte mit ausgefallenen Designs.“

Wer en vogue sein will, setzt in diesem Jahr auf ökologische Materialien, florale Motive und Produkte im Landhausstil, die das Gefühl von Natur vermitteln und die Grenzen von innen und außen verschwimmen lassen. Im Segment Möbel macht sich das sogenannte Mid-Century-Design breit und blickt zurück auf die Einrichtung der 40er bis 60er Jahre. „Retro-Design und Vintage-Möbel erinnern an Altbekanntes, auf das man sich verlassen kann und das einen gewissen Nostalgiecharakter besitzt“, erklärt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie.

Auf der Messe können sich die Besucher über die Wohntrends 2016 informieren.  Foto: obs

Dazu passen besonders haptisch ansprechende Stoffe wie Samt bei Polstern oder auch Textiltapeten mit Streifen, Mustern oder Ornamenten. Die Branchenexpertin blickt zufrieden zurück auf 2015. Das Umsatzplus von 5,4 Prozent zeigt, dass Möbel „Made in Germany“ immer noch weltweit begehrt sind.

Smoothies selbstgemacht

Vertrieben werden Artikel für die Küchenausstattung wie auch Möbel bislang im Wesentlichen über Einzelhändler, „jedoch zeigen sich durch die zunehmende Zahl an Online-Händlern Kannibalisierungseffekte im stationären Handel“, erklärt Susanne Eichholz-Klein vom Institut für Handelsforschung auf der Wirtschaftspressekonferenz. Auch Branchenexperte Thomas Grothkopp beobachtet diese Entwicklung.

Im Kommen sieht der Experte im laufenden Jahr die offenen Küchen, die Platz für Highlights wie Töpfe in rot oder orange bieten – allerdings nicht mehr aus Stahl, sondern aus Emaille. Hingucker in der Küche sind auch „die witzige Currywurstschale“ aus Porzellan, die „Kaffeemaschine für den handgebrühten Bohnenkaffee“ oder der populäre „Smoothie-Maker“, so Grothkopp.

Bis Dienstag erwartet die Messe Frankfurt auf der Ambiente etwa 135 000 Besucher. Partnerland ist in diesem Jahr Italien, einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands.

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