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Arbeitnehmervertreter: Opelaner mit Magna einig

Für Deutschland seien die Verhandlungen "quasi unterzeichnungsfähig", sagt ein Vertreter der Beschäftigten im Aufsichtsrat. Für Belgien, Spanien und Großbritannien laufen noch die Gespräche.

Die Beschäftigten von Opel sind mit Magna einig.
Die Beschäftigten von Opel sind mit Magna einig.
Foto: ddp

Frankfurt a.M. Die Beschäftigten von Opel haben sich nach Betriebsratsangaben mit dem Investor Magna auf einen Lohnverzicht geeinigt. Die Arbeiter in Europa verzichteten auf 265 Millionen Euro Lohn jährlich, sagte der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, Armin Schild, dem ZDF.

Etwa 175 Millionen Euro des Lohnverzichts trügen die deutschen Opel-Mitarbeiter. Im Gegenzug sollen die Beschäftigten mit zehn Prozent an Opel beteiligt werden. "Das ist quasi so unterzeichnungsfähig. Was auf deutscher Ebene stattfindet, ist aus meiner Sicht durch", sagte Schild.

Spezial: Autobauer

Chrysler und GM sind insolvent. Opel braucht fremde Hilfe. Porsche und VW kämpfen gegen- statt miteinander. Zulieferer leiden mit. Viele Jobs wackeln. Spezial: Krise der Autobauer

Es gebe aber noch Probleme mit den Opel-Standorten in Belgien, Spanien und Großbritannien. Dort müsse die deutsche Vereinbarung noch nachvollzogen werden.

Noch in dieser, spätestens Anfang nächster Woche will der Betriebsrat alles unter Dach und Fach haben. Sehr zügig soll es mit dem Investor Magna und dem Alteigentümer General Motors (GM) eine Einigung über die Konditionen für den Neustart des Autobauers geben. "Wir haben kein Interesse daran, den Fall Opel wieder aufzurollen", sagte Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz.

Opels verlorener Kampf um die Freiheit

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Der Hintergrund: Es gilt unter Beobachtern als offenes Geheimnis, dass die Belegschaft eine Vereinbarung erreichen will, noch bevor die neue Bundesregierung handlungsfähig ist. Denn die FDP hat vor der Wahl heftig gegen das Konzept für New Opel gewettert, das staatliche Bürgschaften und Kredite über 4,5 Milliarden Euro vorsieht. FDP-Generalsekretär Dirk Niebel kündigte in der FAS an, seine Partei werde "auch im Nachhinein überprüfen", ob die Festlegung auf Magna "wirklich sachgerecht gewesen ist".

EU prüft Hilfspaket

Die EU-Wettbewerbshüter haben mit der Überprüfung der geplanten Hilfen begonnen. Ein Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte, dafür gebe es keine festen Fristen. Das Geld soll im Rahmen des bereits von der Kommission abgesegneten Deutschlandfonds vergeben werden. Die Regierungen von Großbritannien, Spanien und Belgien befürchten, Werke in ihren Ländern könnten benachteiligt werden.

In dem Antwortschreiben aus Berlin heißt es dem Vernehmen nach, das belgische Werk in Antwerpen sei nicht effizienter als das in Bochum. Zudem habe Bochum für den Markenauftritt von Opel erhebliche Bedeutung. So entfalle fast ein Viertel des westeuropäischen Absatzes auf Deutschland, dies sei das Fünffache der Verkäufe in Belgien. Die Schließung des geschichtsträchtigen Standortes in Bochum könne zu Absatzeinbrüchen in Deutschland führen.

Die Bundesregierung verteidigt einem Bericht des Spiegel zufolge auch eine geplante Produktionsverlagerung vom spanischen Werk Saragossa nach Eisenach. In Spanien seien die Lohnkosten zuletzt stark gestiegen, außerdem habe der Standort geografische Nachteile. Eisenach liege näher am Kernmarkt Mitteleuropa und den Zukunftsmärkten in Osteuropa. (fw/afp/dpa/rtr)

Datum:  7 | 10 | 2009
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