Wirtschaftswachstum: Laut Bundesbank ist im ersten Quartal das Bruttoinlandsprodukt leicht gesunken. Für das laufende Quartal erwartet die Bundesbank wieder einen Zuwachs.
Auswirkungen der Konjunktur auf den Arbeitsmarkt: Laut Bundesagentur für Arbeit sind diese "moderat". Gegenüber dem Vormonat nahm die saisonbereinigte Beschäftigung wieder leicht zu.
Effekte der Arbeitsmarktpolitik: Im April befanden sich 1,56 Millionen Frauen und Männer in geförderten Maßnahmen, beispielsweise in Fortbildungskursen. Das sind sechs Prozent weniger als im Vorjahr.
Personalpolitik der Arbeitgeber: Die Einstellungsbereitschaft wächst. Im April wurden den Ämtern 153.000 offene Stellen neu gemeldet, 27 Prozent mehr als 2009. Zugleich sanken auch die Kündigungen um 19 Prozent.
Arbeitszeitverkürzung: Relativ kräftig schrumpfte die individuelle Arbeitszeit durch die Kurzarbeit. Dieses Instrument verliert aber ständig an Gewicht. Nach 96.000 Anträgen auf Kurzarbeitergeld im Februar waren es im April 40000.
Umwandlung von Jobs: Eine andere Form der Verkürzung von individueller Arbeitszeit ist die Umwandlung von Voll- in Teilzeit-Jobs. So ging die Zahl der Vollzeit-Jobs in den letzten zwölf Monaten um 300.000 zurück, die der Teilzeit-Stellen legte dagegen um 200.000 zu.
Statistische Effekte I: Durch die Reform der Arbeitsmarktinstrumente fallen viele Erwerbslose aus der Statistik. So wurden 200.000 Arbeitslose, für die private Jobagenturen mit der Vermittlung beauftragt waren, herausgerechnet.
Unterbeschäftigung: gibt den wirklichen Trend wieder, inklusive Stille Reserve. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Größe von rund 4,6 Millionen Betroffenen weitgehend konstant geblieben.
Statistische Effekte II: Wie sehr die angewandte Statistik-Methode die Zahlen beeinflusst, zeigt der Vergleich der Nürnberger Zahlen mit den Werten nach ILO-Methode (direkte Befragung). Die Genfer verzeichnen 400.000 weniger.
Strukturwandel: Deutliche Beschäftigungsverluste gab es zuletzt in der Industrie (minus 255.000 oder 3,9 Prozent), im Handel und im Verkehr. Aufgestockt haben vor allem Dienstleister ihre Belegschaft. Dazu zählt der Steuerberater ebenso wie der Zeitarbeiter.
Arbeitskräfteangebot: Durch den Rückgang der Einwanderung und durch die geburtenschwachen Jahrgänge treten weniger Menschen neu in den Arbeitsmarkt ein.
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