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12. Oktober 2010

Aufsichtsräte: Frauen kommen nur von Arbeitnehmerseite

Renate Künast fordert eine Frauenquote für Aufsichtsräte.  Foto: dpa

Drei von vier Frauen in deutschen Aufsichtsräten hat die Arbeitnehmerseite gestellt. Die Grünen fordern deshalb eine Frauenquote für Aufsichtsräte nach skandinavischem Vorbild. Demnach sollen 40 Prozent aller Mitglieder weiblich sein. Derzeit sind es nur zehn Prozent.

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Berlin –  

Die Grünen fordern für Aufsichtsräte in börsennotierten Unternehmen und für Unternehmen mit Arbeitnehmermitbestimmung bis 2017 eine gesetzliche Frauenquote von 40 Prozent. Freiwillige Regeln hätten nicht zu einer Gleichberechtigung im Arbeitsleben geführt, sagte die Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Renate Künast. „Jetzt ist es an der Zeit, von Appellen zu gesetzlichen Regeln zu wechseln.“

Derzeit liegt der Frauenanteil in Aufsichtsräten bei zehn Prozent. Dabei sitzen drei von vier Rätinnen auf der Arbeitnehmerbank. Frauenquoten gibt es bereits in Ländern wie Frankreich, Spanien und den Niederlanden. Vorbild für die Grünen war Norwegen mit einer 40-Prozent-Quote in den Kontrollgremien der börsennotierten Unternehmen.

Der Bundestag berät über den Gesetzentwurf erstmals im November. Künast sagte, sie rechne mit Zustimmung der beiden Oppositionsfraktionen SPD und Linke. Obwohl alle Parteien über Frauenquoten redeten, habe sie sich bei den Regierungsfraktionen aber erst einmal einen Korb geholt.

Die Grünen verlangen in den Aufsichtsräten auf Anteilseignerseite eine Mindestquote für Frauen von 30 Prozent ab 2015 und von 40 Prozent ab 2017. Auf der Arbeitnehmerseite soll das Repräsentationsprinzip ausgebaut werden. Denn Arbeitnehmervertreter müssen entsprechend ihrer Quote im Unternehmen auch im Aufsichtsrat vertreten sein. (dapd)

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