Wie dramatisch ist die Lage bei GM wirklich? Es sieht nicht gut aus. Darauf deuten gleich zwei Nachrichten hin, die über Nacht aus den USA kommen. Die eine: Die strauchelnde Opel-Mutter will Berichten zufolge Werke im Sommer dicht machen. Nicht für zwei Wochen wie bisher, sondern für neun Wochen. Die andere: Der Autobauer bezeichnet es selbst als unwahrscheinlich, dass er einen im Juni fälligen Milliarden-Kredit zurück bezahlt.
Marktbeobachter werten diese Ankündigung von Finanzchef Ray Young als weiteres Zeichen dafür, dass sich der größte Autobauer Amerikas nun doch unter Gläubigerschutz sanieren will. Wenn sich Konzerne auf eine Insolvenz vorbereiten, versuchen sie möglichst viele Barreserven zu bewahren.
Dass GM Insolvenz anmelden müsse, bezeichnete Young als "wahrscheinlich". Die Regierung wolle, dass GM als gesundes Unternehmen aus der Insolvenz hervorgehe. "Wir werden das schaffen", sagte Young am Rande der Automesse in Schanghai.
Die GM-Aktie verlor als Reaktion über fünf Prozent, erholte sich danach aber wieder. Am 1. Juni läuft auch die Frist für GM aus, sich mit seinen Gläubigern und der Autogewerkschaft UAW auf Zugeständnisse zu einigen.
Young setze darauf, einen Kompromiss mit den Anleihegläubigern zu finden, um die Schulden des Konzerns deutlich zu reduzieren, berichtet das Wall Street Journal. Das könnte eine Umwandlung von Forderungen in Eigenkapital sein. Sollte das nicht möglich sein, müsse GM unter Gläubigerschutz seine Schulden abbauen.
Die Verlängerung der Sommerpause in unproduktiven Werken könnte helfen, die Halden unverkaufter Neuwagen abzubauen und Kosten einzusparen. Normalerweise schließt GM seine Werke im Sommer für zwei Wochen, um sich auf Modellwechsel und neue Produktionslinien vorzubereiten.
Noch müsse entschieden werden, in welchen Werken die Pause wie lange verlängert werden soll. Dabei spiele die Entwicklung der Verkaufszahlen die entscheidende Rolle. Bereits im Anschluss an die Weihnachtsferien hatte die Opel-Mutter in den USA Fabriken über Wochen geschlossen.
Die Enttarnung geheimer Geschäfte in Steueroasen beschäftigt Politik und Wirtschaft. Berichte und Hintergründe finden Sie in der Offshore Leaks-Themensammlung.
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

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