Puebla. Der Volkswagenkonzern will in seinem mexikanischen Werk in Puebla einen neuen Kompaktwagen bauen. Das kündigte in Anwesenheit von Präsident Felipe Calderón die Leitung von Volkswagen de México in Puebla an.
Nach den Worten des VW-Chefs in Mexiko, Otto Lindner, wird Volkswagen wie im vergangenen Jahr angekündigt, bis zum kommenden Jahr mehr als eine Milliarde Dollar investieren.
Chrysler und GM sind insolvent. Opel braucht fremde Hilfe. Porsche und VW kämpfen gegen- statt miteinander. Zulieferer leiden mit. Viele Jobs wackeln. Spezial: Krise der Autobauer
Geplant ist eine Erweiterung und Modernisierung der Werksanlagen und der Bau des neuen Modells, das als "neuer Kompaktsedan" bezeichnet wird. Ebenso wie der New Beetle soll dieser Wagen in Mexiko exklusiv für die ganze Welt gebaut werden.
Lindner bezeichnete den neuen Wagen, dessen Name nicht genannt wurde, als ein Projekt des Großangriffs auf den amerikanischen Markt. Calderón sagte, das kompakte Modell sei eine angemessene Antwort auf die Krise.
Die Investition sieht auch die Schaffung von 2000 Arbeitsplätzen vor. Insgesamt sollen dann etwa 15.000 Menschen im VW-Werk Puebla arbeiten. Die Kapazität des Werkes steige mit der Investition auf rund 550.000 Einheiten pro Jahr.
Derzeit werden im größten VW-Werk in Amerika rund 120 Kilometer östlich von Mexiko-Stadt täglich rund 1800 Fahrzeuge produziert, darunter der New Beetle und der Bora/Jetta. Nach den Worten Lindners soll die Produktion wieder auf 2100 Einheiten täglich hochgefahren werden.
Durch die Weltwirtschaftskrise sei die Produktion in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 36 Prozent gesunken, im ganzen Jahr soll der Rückgang gegenüber 2008 bei rund 30 Prozent liegen. (dpa)
Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse und Finanz-Themen.