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11. Januar 2013

Automobil-Industrie: Gelungenes Überholmanöver

Auch in der Krise gefragt: Luxus der BMW-Tochter Rolls-Royce.  Foto: AFP

Deutsche Luxushersteller konnten 2012 erneut ihre Verkaufsrekorde brechen. VW-Tochter Audi zieht an Daimler vorbei

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Die deutschen Automobilhersteller BMW, Audi und Daimler haben 2012 so viele Autos verkauft wie nie zuvor – und peilen auch im neuen Jahr wieder neue Bestwerte an. Die drei deutschen Nobelhersteller profitieren weiterhin von der ungebrochenen Nachfrage nach teuren Autos vor allem in Asien und Nordamerika.

Zwar bekommen die Autobauer die Euro-Schuldenkrise und die schwächere Konjunktur in vielen Ländern seit längerer Zeit zu spüren, ernsthaft bremsen allerdings konnten die wirtschaftlichen Turbulenzen die Konzerne bislang nicht – ganz im Gegensatz zu vielen Massenherstellern wie Opel oder Peugeot.

BMW fährt voraus

Gemessen an den Verkaufszahlen fährt BMW im Dreikampf mit Audi und Daimler weiter unangefochten an der Spitze. Mit einigem Abstand ist die VW-Tochter Audi dem bayerischen Erzrivalen auf den Fersen und hat 2012 Daimler knapp hinter sich gelassen.

Zwar betonen die Hersteller stets ihre Gelassenheit im Ringen um die Spitzenposition in der Oberklasse, doch die Verfolger haben vor allem ein Ziel: Bis zum Jahr 2020 wollen Audi und Daimler an der Spitze stehen – BMW will indes genau dies nicht zulassen.

Die Münchner lieferten im vergangenen Jahr weltweit 1,845 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus. Das sind fast elf Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2011. „Wir gehen mit Rückenwind in das Jahr 2013, in dem wir trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in vielen Märkten einen weiteren Absatzzuwachs und damit eine neue Bestmarke bei den Auslieferungen anstreben“, sagte BMW-Vertriebschef Ian Robertson am Donnerstag. Die Eckdaten sind seit Ende Dezember bekannt.

Die Münchner verteidigen damit 2012 ihre Spitzenstellung deutlich. Auf dem zweiten Platz findet sich inzwischen Audi: Die Volkswagen-Tochter setzte vergangenes Jahr rund 1,455 Millionen Autos ab (plus 11,7 Prozent) und legte damit ein gelungenes Überholmanöver hin – am Konkurrenten Daimler vorbei. Der kam mit den Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach im Vorjahr auf 1,42 Millionen Autos. Im direkten Vergleich mit Mercedes war Audi bereits 2011 an den Stuttgartern vorbeigezogen.

Probleme in China

Vor allem in China haben die Schwaben – anders als die Konkurrenz – zu kämpfen. Daimler konnte dort im Gesamtjahr nur ein schmales Plus von 1,5 Prozent auf 196.211 Autos verbuchen. Audi dagegen verkaufte erstmals mehr als 400.000 Autos in China und fuhr damit ein Jahresplus von fast 30 Prozent ein, und auch BMW meldete nach einem Zuwachs von 40 Prozent mit rund 326.000 Autos ebenfalls einen neuen Rekordwert. Gleichwohl setzt Daimler auch im Reich der Mitte große Hoffnung auf neue kompakte Modelle. Angesichts der durchwachsenen Vorstellung der Schwaben auf dem inzwischen wichtigsten Automarkt der Welt, krempelt der Konzern derzeit seine Vertriebsstrukturen in China um. Mit einem eigens geschaffenen China-Ressort im Vorstand soll der Abstand auf die Rivalen verkürzt werden. (dpa)

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