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21. Juli 2009

Autoversicherungen: Allianz versteckt ihr Onlineprodukt

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Wie gut, wenn (wie bei diesem Stunt) den Insassen nichts passiert - und die Versicherung den Sachschaden übernimmt.  Foto: dpa

Die 10.000 niedergelassenen Vertreter machen dem Versicherungskonzern Allianz Druck: Sie ärgern sich über die billige Internet-Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Nun gibt das Management nach.

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München. "Der klassische Konflikt der Vertriebskanäle spielt dabei eine große Rolle", räumt die Allianz ein. Die Versicherung überarbeitet derzeit ihre Billig-Angebote, die sie übers Internet vertreibt. Denn die empfinden die 10.000 niedergelassenen Vertreter als Konkurrenz im eigenen Haus - und machen Druck. Ein Online-Nachlass von 20 bis 30 Prozent ist wohl ein Argument, gegen das die freundlichen Vertreter von nebenan nur schwer ankommem.

Nun scheint die Konzernleitung nachzugeben. Die Allianz werde ihre Autoversicherungen übers Internet von September an unter einer anderen Marke verkaufen, berichtet eine Sprecherin.

"Allianz24" werde einen neuen Namen bekommen, der in Kürze feststehen soll, berichtet das Unternehmen. Die Vertreter dürfte das beruhigen. Denn dann dürfte das günstige eigene Angebot beim Verkaufsgespräch weniger stören.

Die Allianz freilich führt lieber einen anderen Grund für die Namensänderung an. Sie spricht von einer Angleichung des Europageschäfts. Auch in Spanien oder Italien firmiere das Online-Angebot der Versicherung bereits ohne "Allianz" im Wort.

Nicht nur der Name der Online-Offerte soll sich ändern, auch das Angebot selbst. Künftig sollen die Kunden zwischen drei preislich gestaffelten Varianten wählen können, wie das Unternehmen ankündigt: den Abschluss einer Versicherung direkt und ohne Beratung im Internet, den Abschluss online bei einem Allianz-Vertreter und den Abschluss persönlich beim Vertreter. Je mehr Beratung ein Kunde also wünscht, desto mehr muss er dafür bezahlen.

Bei Allianz24 waren Ende 2007 nur rund 300.000 Fahrzeuge versichert. Eingeführt wurde der Online-Verkauf von Versicherungen im Herbst 2005. Für die Kunden ändere sich nichts, ihre Verträge würden weitergeführt, heißt es.

Die Nummer zwei am Markt, die HUK Coburg, kommt mit ihrer "HUK24", die schon seit 2000 am Start ist, auf 991.000 Kunden. Der Preisunterschied zum normalen Tarif liege bei etwa fünf Prozent, sagte ein HUK-Sprecher. Der Coburger Versicherer ist mit 8,2 Millionen Kfz-Versicherungs-Kunden der Allianz auf den Fersen, die insgesamt auf 8,75 Millionen kommt. (mit afp/dpa/rtr)

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