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Banken-Test: Kontowechsel lohnt sich

Die Zeitschrift Finanztest hat sich bei 77 deutschen Banken umgehört – die meisten bieten ein kostenloses Girokonto an. Doch es gibt noch andere wichtige Kriterien bei der Auswahl seiner Bank.

Girokonten sind unterschiedlich geeignet: Gut sind Banken mit vielen Automaten in der Nähe.
Girokonten sind unterschiedlich geeignet: Gut sind Banken mit vielen Automaten in der Nähe.
Foto: dpa
Berlin –  

. Ein paar Euro Kontoführungsgebühr hier, ein paar Cent für Daueraufträge und Lastschriften da – Girokonten kosten meist nicht viel, doch in der Summe machen die kleinen Beträge sich durchaus bemerkbar. Dabei ist das gar nicht nötig. Die Zeitschrift Finanztest hat die Angebote von 77 deutschen Banken untersucht und festgestellt: Drei von vier Banken haben ein kostenloses Girokonto im Programm, wechseln lohnt sich oft.

Im Test waren neben überregionalen Großbanken wie der Deutschen Bank auch Direktbanken ohne Filialnetz sowie Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Die Tester haben die Angebote in die zwei Gruppen „kostenlos ohne Bedingungen“ und „kostenlos mit Bedingungen“ unterteilt. Um in die erste Gruppe aufgenommen zu werden, durften die Banken keine Gebühren für Kontoführung und Bankkarte erheben und mussten auf weitere Vorgaben wie eine Mindesthöhe für den Geldeingang verzichten.

Geld Abheben

Die Sparkassen verfügen über die meisten Geldautomaten: 25 700 gibt es im Bundesgebiet. Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken können an 19 295 Automaten kostenlos Geld abheben.
Die Cashgroup (Deutsche Bank, Postbank, Norisbank u.a.) kann auf 9 000 Automaten zurückgreifen, der Cashpool, in dem unter anderem die Sparda-Banken und die Targobank organisiert sind, auf 2 800.

Auffällig ist, dass die meisten kostenlosen Angebote Onlinekonten sind. In der Gruppe der bedingungslos kostenlosen Konten ist lediglich das Top-Girokonto der Norisbank auch für Filialkunden gratis.

Die Bedingungen für ein kostenloses Konto aus der zweiten Gruppe sind vielfältig. Die Sparda-Banken verlangen, dass ihre Kunden einen mit zehn Prozent verzinsten Genossenschaftsanteil in Höhe von 52 Euro kaufen, die Postbank erlaubt keine Bareinzahlung und die HypoVereinsbank besteht auf einen Sparplan von 25 Euro im Monat. Ansonsten entstehen trotzdem Gebühren oder das Konto kann gar nicht erst eröffnet werden. Manche Banken fordern auch ein kontinuierliches Guthaben auf dem Konto.

Bevor Kunden sich aber für ein neues Konto entscheiden, sollten sie besonders darauf achten, ob genügend Geldautomaten der Bank oder des passenden Verbunds in der Nähe sind. In Verbünden – Cashpools oder -groups genannt – haben sich Banken zusammengeschlossen, um es ihren Kunden zu ermöglichen, kostenlos an Automaten der jeweils anderen Banken Geld abzuheben. Andernfalls fallen auch bei kostenlosen Konten Gebühren zwischen 1,75 Euro und 7,50 Euro pro Abhebung an. Genau wie bei den kostenpflichtigen Varianten wird es natürlich auch für Inhaber eines Gratiskontos teuer, wenn sie es überziehen und in den Dispokredit rutschen.

Sollten wechselwillige Kunden kein passendes Gratiskonto finden, gibt es dennoch viele günstige Alternativen. Generell gilt: Ein Filialkonto sollte im Jahr nicht mehr als 80 Euro kosten, ein Onlinekonto nicht mehr als 40.

Ist ein neues Konto gefunden, müssen Arbeitgeber, Vermieter und Versicherung über die Bankverbindung informiert werden. Damit niemand vergessen wird, sollten sich Kunden die Kontoauszüge der letzten drei Monate ansehen. Sobald das erledigt ist und Gehalt oder Rente auf dem neuen Konto eingetroffen sind, können Kontoinhaber die Daueraufträge von der alten Verbindung auflösen.

Zur Sicherheit sollten Kunden das alte Konto aber noch drei Monate weiterlaufen lassen. Dann kann man es guten Gewissens frist- und übrigens auch kostenlos kündigen. Die Bank schließt dann das Konto und überträgt das Guthaben auf das neue.

Autor:  Malte Laub
Datum:  29 | 8 | 2011
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