Der Einstieg auf Raten bei der Postbank ist für die Deutsche Bank ein gelungener Kompromiss. Besonders, wenn es ihr gelingt, was die Postbank nie richtig geschafft hat: attraktive Bankprodukte in den 850 Filialen zu verkaufen. Denn keine Bank in Deutschland hat mehr Kundenkontakte. Der Grund: Die Filialen werden parallel von der Post und der Postbank genutzt. Kritiker vermuten allerdings, dass die Postfilialen nicht der optimale Vertriebskanal für die Deutsche Bank ist.
Aber auch die Verkäuferseite kann durchaus Vorteile verbuchen. Die Deutsche Post und damit indirekt der Bund. Denn der ehemalige Staatsmonopolist befindet sich noch zu 31 Prozent mittelbar über die Förderbank KfW in Staatsbesitz.
Die Post bekommt für die erste Tranche von knapp 30 Prozent einen ansehnlichen Preis. Zudem muss sie die Postbank nicht mehr im Konzern konsolidieren. Indirekt gehört damit auch der Steuerzahler zu den Gewinnern. Denn wenn die Finanzkrise auch bei der Postbank zuschlagen sollte, landen die Verluste damit nicht mehr direkt bei ihm. heu/lee
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