Der Beamtenbund dbb hat der Bahn-Gewerkschaft GDBA den Kampf angesagt. Anlass ist der Beschluss der Gewerkschaft, mit Transnet zu fusionieren. Bislang war die GDBA Mitglied beim Beamtenbund. Es war absehbar, dass die neue Gewerkschaft zum Dachverband DGB gehören wird.
Kaum hatte der GDBA-Gewerkschaftstag die Fusion beschlossen, verkündete der Beamtenbund: Damit habe sich die Gewerkschaft selbst aus dem Beamtenbund ausgeschlossen. Der dbb schaltete die Internetseite der Gewerkschaft ab, die er gepflegt hatte. Zudem hätten Gewerkschaftsmitglieder ab sofort keinen Rechtsschutz mehr, denn der wird vom Beamtenbund finanziert.
Am Freitag kündigte der dbb dann auch noch die Gründung einer neuen Gewerkschaft an. In einem Schreiben von Beamtenbund-Chef Peter Heesen an GDBA-Mitglieder heißt es: "Wenn Sie Ihre gewerkschaftliche Heimat weiter in der Gemeinschaft des dbb sehen (...), bleibt Ihnen nur noch die Möglichkeit des Austritts aus der GDBA." Beschäftigte könnten sich einer "in Gründung befindlichen dbb Bahngewerkschaft anschließen, die wir extra für ehemalige GDBA-Mitglieder aufbauen". Oder sie könnten der Lokführer-Gewerkschaft GDL beitreten, die zum Beamtenbund gehört. Eine Austrittserklärung aus der GDBA samt Rückumschlag sei dem Schreiben beigelegt.
GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel nannte den "Rauswurf" aus dem Beamtenbund "in höchstem Maße undemokratisch" und kündigte rechtliche Schritte dagegen an.
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