Seattle. Nach knapp zwei Monaten Streik ist der Tarifkonflikt beim US-Flugzeugbauer Boeing zu Ende gegangen. Die 27.000 Mitglieder der Mechaniker-Gewerkschaft IAM stimmten am Wochenende dem Angebot der Konzernleitung mehrheitlich zu.
Damit ist der längste Streik beim Airbus-Konkurrenten seit 13 Jahren beendet. Das Boeing-Angebot hat eine Laufzeit von vier Jahren und sieht Arbeitsplatzgarantien sowie eine begrenzte Vergabe von Aufträgen an Subunternehmer vor.
Die Mechaniker befanden sich seit dem 6. September im Ausstand. Alleine in den ersten 25 Tagen musste der Flugzeugbauer wegen des Streiks Gewinneinbußen von rund 250 Millionen Dollar hinnehmen. Der Arbeitskampf könnte den Gewinn von Boeing den Quartalszahlen zufolge um mehr als 600 Millionen Dollar belasten.
Der Konzern hatte angekündigt, seinen Finanzausblick zu aktualisieren und einen neuen Zeitplan für die Auslieferung des 787 Dreamliner vorzustellen, sobald der Streik beendet ist. Experten befürchten weitere Verzögerungen bei dem Prestigeprojekt, das bereits 16 Monate hinter dem ursprünglichen Plan liegt. Das Ende des Streiks bedeutet auch eine Erleichterung für Boeing-Zulieferer in aller Welt. (rtr)
Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse und Finanz-Themen.
Am 31. Mai diskutiert FR-Redakteur Tobias Schwab mit Fernsehköchin Sarah Wiener und weiteren Gästen das Thema "Wer verdient am Kaffee?"
Die Schuldenkrise hat Europa im Griff: Nachrichten zur Eurokrise, Konjunktur, Eurobonds und Ratingagenturen.