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10. Februar 2016

Börse: „Keine Sorgen um Deutsche Bank“

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.  Foto: dpa

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble versucht die Märkte zu beruhigen. Auch andere Bankaktien, die in den vergangenen Wochen massiv verloren haben, erholen sich wieder.

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Die allgemeinen Turbulenzen an den Börsen und die Probleme der Deutschen Bank beunruhigen die Bundesregierung nach eigenen Angaben nicht. Eine Sprecherin von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bekräftigte am Mittwoch die Einschätzung des CDU-Politikers, dass es dafür keinen Anlass gebe. „Das ist die Aussage und die Meinung des Bundesfinanzministers, der selbstverständlich informiert ist durch ein großes Ministerium mit nachgeordneten Behörden.“ Damit ist die Banken- und Börsenaufsicht Bafin gemeint, die dem Finanzministerium unterstellt ist.

Schäuble hatte am Vortag gesagt, er „mache sich keine Sorgen um die Deutsche Bank“ – an und für sich schon eine bemerkenswerte Aussage, da Regierungspolitiker sich eher selten zu einzelnen Kreditinstituten äußern. Die Aktie der größten deutschen Bank hatte zuvor seit Jahresbeginn an der Börse rund 40 Prozent an Wert verloren.

Allerdings erholten sich die Deutsche-Bank-Titel am Mittwoch deutlich – sie legten in der Spitze um fast 17 Prozent zu. Das ist der größte Kurssprung seit sieben Jahren. Zur Entspannung trug ein Zeitungsbericht bei, die Deutsche Bank wolle eigene Anleihen im Volumen von mehreren Milliarden Euro zurückkaufen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

Absturz lässt Firmen kalt

Auch andere Bankaktien, die in den vergangenen Wochen extrem verloren hatten, erholten sich am Mittwoch etwas. Pläne für ein Krisentreffen der Regierung mit der Bankenbranche gebe es nicht, erklärten Finanz- und Wirtschaftsministerium. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) schaut dennoch skeptisch auf die Entwicklungen: „Uns macht natürlich Sorgen, was da geschieht“, sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Die deutsche Wirtschaft mit ihren vielen mittelständischen Firmen und Familienunternehmen brauche starke Banken auf dem Heimatmarkt: „Keine Volkswirtschaft ist so sehr darauf angewiesen, dass Banken ausreichend Darlehen geben.“

Insgesamt ängstigen die Börsenturbulenzen die deutschen Unternehmen aber nicht. In einer DIHK-Konjunkturumfrage schätzen die mehr als 27 000 befragten Firmen aus dem Mittelstand ihre Geschäftslage so gut ein wie noch nie. Die Börsenentwicklungen zeigten eher die Verunsicherung an den Märkten, ein Überspringen auf die produzierende Wirtschaft sei derzeit unwahrscheinlich. „Unter dem Strich sprechen die positiven Geschäftserwartungen gegen einen Konjunkturabsturz“, sagte Wansleben. (dpa/rtr)

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