Es sieht nach einem Tag der Erleichterung aus an den Börsen. Und das ist so, weil Amerika immer noch die stärkste Volkswirtschaft der Welt ist und diese Volkswirtschaft im nächsten Jahr nicht einbrechen wird. Die Börsen spekulieren jedenfalls darauf, dass die „fiskalische Klippe“ im nächsten Jahr umschifft wird. Damit sind die automatischen Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen gemeint, die in Kraft treten, wenn sich Regierung und Opposition im Haushaltsstreit nicht einigen.
Doch diese Einigung scheint möglich. Die amerikanischen Börsenindizes schlossen deshalb 0,8 Prozent höher, in Tokio geht es ein Prozent aufwärts, in Hongkong knapp ein Prozent. Und der Deutsche Aktienindex steht im frühen Parketthandel bei 7.380 Punkten, 0,5 Prozent mehr als gestern
Ein prominentes republikanisches Mitglied des Repräsentantenhauses sagte gestern der Agentur Reuters, wenn man einen Kompromiss erzielen könne, mit dem 98 Prozent der Amerikaner weiter in den Genuss von Steuererleichterungen kämen, solle man dem zustimmen. Auch ein anderer republikanischer Politiker hatte sich zuversichtlich gezeigt, die gefürchteten Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen doch noch abzuwenden. Zudem hat sich Präsident Obama gestern mit Spitzenmanagern von Konzernen wie Goldman Sachs, Yahoo oder AT&T getroffen. Mehrere seiner Gesprächspartner sagten nachher, die geplanten Steuererhöhungen für wohlhabende Amerikaner seien akzeptabel. Obama will zugleich Steuererleichterungen für die Mittelschicht erhalten.
Daheim guckt die Börse auf eine andere große Volkswirtschaft, auf die chinesische, muss dabei aber nur bis nach Hamburg schauen. Kurz nach dem Machtwechsel in der Pekinger Führung kommen dort von heute an Politiker, Wirtschaftsführer und Wissenschaftler aus Europa und China zu einem Meinungsaustausch zusammen. Der "Hamburg Summit: China meets Europe" ist mittlerweile etabliert. Und Volkswagen hat schon angekündigt, seine Kooperation mit dem chinesischen Autohersteller First Automotive Works (FAW) früher als bisher erwartet zu verlängern. Der Vertrag läuft 2016 aus; doch wie es aussieht, wird er vorher erneuert.
Siemens bleibt weiter unter Beobachtung. Peter Löcher, der Chef, hat die Aktionäre auf das nächste Geschäftsjahr vertröstet. Dann werde moderates Umsatzwachstum zurückkehren. Darauf wartet Siemens aber nicht bloß. Sondern investiert weiter: Für 2,2 Milliarden Euro kaufen die Münchner die Sparte Bahnautomatisierung der britischen Invensys-Gruppe. Das Unternehmen mit 3.200 Beschäftigten ist auf Signal- und Leittechnik für den Schienenverkehr spezialisiert. Zugleich sucht Siemens einen Käufer für das Geschäft mit Systemen zur Gepäckabfertigung, Brief- und Paketsortierung. Der Euro wird deutlich höher als gestern mit 1,2945 Dollar gehandelt.

Die Enttarnung geheimer Geschäfte in Steueroasen beschäftigt Politik und Wirtschaft. Berichte und Hintergründe finden Sie in der Offshore Leaks-Themensammlung.
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

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