Es dürfte am heutigen Freitag turbulent im Bochumer RuhrCongress zugehen. Nicht wenige Aktionäre sind verärgert über den Führungsstil bei ThyssenKrupp, und diesem Ärger werden sie auf der Hauptversammlung wohl auch Luft machen.
In den vergangenen Monaten machte der Stahl- und Technologiekonzern vor allem mit illegalen Preisabsprachen, Korruptionsvorwürfen und Luxusreisen für Gewerkschafter von sich reden. Aufsichtsratschef Gerhard Cromme geriet dabei zusehends unter Druck. Vor allem lasten ihm Kritiker an, von den milliardenschweren Risiken rund um die Stahlwerks-Projekte in Nordamerika gewusst und zu spät gehandelt zu haben. Da aber die Krupp-Stiftung als Großaktionär hinter Cromme steht, wird es bei der Abstimmung über den Aufsichtsrat wohl nicht mehr als einen kleinen Denkzettel geben. Dabei hat sogar die Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland Cromme attestiert, er gebe ein schlechtes Beispiel ab. Aktionärsverbände forderten im Vorfeld, dem Aufsichtsratschef das Vertrauen zu entziehen.
Immerhin liegen Thyssen einige Kaufangebote für das Amerika-Geschäft vor, sodass wenigstens eine gute Nachricht auf der Hauptversammlung verbreitet werden könnte. Mit 3,9 Milliarden Euro soll mindestens der Buchwert der Werke in Brasilien und den USA erlöst werden. Dafür allerdings müssten die Bieter noch einmal nachbessern.
Für Schlagzeilen sorgt am Morgen auch die Commerzbank. Das teilverstaatlichte Bankhaus konkretisiert seine Sparpläne. Dem Vernehmen nach sollen 6000 Stellen gestrichen werden.
Der Deutsche Aktienindex (Dax) dürfte seine Hängepartie der vergangenen Tage fortsetzen. Für Unsicherheit sorgt ein zurückhaltender Ausblick des Chipherstellers Intel. Im vierten Quartal war der Gewinn deutlich zurück gegangen. Mit einem überraschend großen Investitionsprogramm will sich Intel wieder fit machen.
An der Wall Street waren die Kurse noch gestiegen. Die Intel-Bilanz kam erst nach Börsenschluss. Heute dürften das US-Verbrauchervertrauen und vor allem die Quartalszahlen von General Electric (GE) die Märkte bewegen. GE berichtet schon zur hiesigen Mittagszeit. Auch das Bankhaus Morgan Stanley zieht heute Bilanz.
Asiens Börsen legten am Morgen zu. Chinas Wirtschaft ist im vierten Quartal um 7,8 Prozent gewachsen und damit stärker als prognostiziert worden war. Eine gute Nachricht für Exporteure.
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

Die Geschichte der griechischen Krise wird sehr einseitig beschrieben. Europa ist gut, Athen ist böse. Europa muss sein Sorgenkind erziehen - oder es aus dem Euro werfen. Es geht um „Lügen“, „Sorgen“ und der teuren „Rettung“. Dahinter verbergen sich knallharte Interessen. Mehr...
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