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Börsen: Aktienkurse stürzen weltweit ab

Die internationalen Börsen können sich nicht aus dem Abwärtssog der Vorwochen befreien. Der Nikkei-Index fällt auf den tiefsten Stand seit 26 Jahren. Und auch der Dax und der Dow Jones verlieren weiter.

Tokio/Hongkong/Frankfurt/Main. Die Börsen weltweit haben sich auch am Montag nicht aus dem Abwärtssog der Vorwochen befreien können. Der Ausverkauf hat sich auch an der Wall Street fortgesetzt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel in den ersten Handelsminuten um zwei Prozent auf 8212 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 ging 2,3 Prozent auf 857 Zähler zurück. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ebenfalls zwei Prozent auf 1520 Stellen nach.

Die Aktienbörse in Tokio fiel zuvor auf den tiefsten Stand seit 26 Jahren, der Hang Seng in Hongkong stürzte fast 13 Prozent - das war der größte Rückgang an einem Tag seit mehr als einem Jahrzehnt. Neben der Unsicherheit wegen der Finanzkrise drückten weiter Sorgen vor eine tiefen Rezession auf die Kurse.

Der deutsche Aktienindex Dax verlor bis zum Mittag 4,7 Prozent auf 4094,67 Punkte. Der Eurostoxx 50 gab 5,72 Prozent auf 2210,23 Zähler nach. Die Vorgaben waren denkbar schlecht: Am Freitag war in New York der weltweite Leitindex Dow Jones um 3,59 Prozent eingebrochen - im Verlauf der vergangenen Woche büßte er insgesamt 5,34 Prozent ein.

An der Frankfurter Börse stand neben einigen Unternehmenszahlen aus der Berichtssaison vor allem der Ifo-Geschäftsklimaindex im Fokus. Das Konjunkturbarometer fiel überraschend deutlich von 92,9 Punkten im Vormonat auf 90,2 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2003. Die meisten Experten hatten mit einem weniger starken Rückgang gerechnet. Der MDax büßte 5,02 Prozent auf 4807,95 Punkte ein, der TecDax fiel um 4,95 Prozent auf 455,06 Zähler.

In Tokio fiel die Börse am Montag bereits das vierte Mal in Folge und stürzte auf den tiefsten Stand seit 1982. Das Börsenbarometer für 225 führende Werte schloss 6,36 Prozent im Minus bei 7162,90 Punkten.

Händler setzen ihre Hoffnung auf eine Intervention der japanischen Regierung an den Devisenmärkten. "Wir brauchen eine positive Überraschung für den Markt", sagte ein Händler. Regierungschef Taro Aso beauftragte die Regierung mit der unverzüglichen Ausarbeitung von Gegenmaßnahmen. Ein Ökonom in Tokio warnte: Die Finanzkrise werde "erhebliche Konsequenzen" für die Wachstumsländer Asiens wie China haben.

Der Hang Seng Index in Hongkong sackte um 12,7 Prozent auf 11015,84 Zähler. Er hat damit in fünf Handelstagen 27 Prozent verloren. Auch die Märkte in London (minus 4,8 Prozent) und Paris (minus 6,2 Prozent) setzten ihren Abwärtstrend fort.

Auch Chinas Aktienmärkte rutschten um mehr als 6 Prozent auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Die Börse in Taipeh auf Taiwan verlor 4,65 Prozent. In Bangkok brach der thailändische SET um 10,5 Prozent ein, die Börse in Indonesiens Hauptstadt Jakarta fiel um 6,30 Prozent. (dpa)

Datum:  27 | 10 | 2008
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