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08. Februar 2016

Börsenwoche : Darum fallen die Börsen weltweit

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Die USA sind inzwischen der größte Ölförderer der Welt.  Foto: dpa

Die Aktienmärkte beruhigen sich nicht, Hauptursache für die Turbulenzen ist der extrem niedrige Ölpreis. Einige Anleger befürchten schon eine neue Rezession in den USA.

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Die Aktienmärkte können sich derzeit nicht beruhigen. Unsicherheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft hat die europäischen Börsenindizes vergangene Woche weiter ordentlich gedrückt. Auslöser ist der Ölpreis, der inzwischen zwar wieder gestiegen ist, letztlich aber weiter sehr niedrig liegt.

Ein niedriger Ölpreis treibt Rohstoffexportländer in die Rezession, was ihre Nachfrage drückt. Außerdem macht er haufenweise Öl-Investitionen unrentabel, die auf Basis höherer Preise getätigt wurden. Und er drückt die Gewinne der Öl-Unternehmen, zuletzt sichtbar bei Shell und BP.

Dax unter 9000 Punkten

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat seine Talfahrt an der Börse in Frankfurt am Main fortgesetzt. Am Rosenmontag rutschte der Leitindex mit 8992 Punkten zeitweise unter die wichtige Marke von 9000 Punkten. Seit Handelsbeginn am Morgen verlor der Index über drei Prozent. (afp)

Infolgedessen wird inzwischen schon vor einer Rezession in den USA gewarnt, wo die Industrie sich schwach entwickelt. Bislang hat rund die Hälfte der US-Gesellschaften aus dem Index S&P 500 ihre Zahlen zum vierten Quartal 2015 vorgelegt, und es zeigt sich: Die Umsätze gingen um mehr als vier Prozent zurück, die Gewinne um mehr als fünf Prozent. „Dramatisch fallen die Einbrüche bei den Erdöl- und Erdgasunternehmen aus“, so die WGZ Bank, „hier kommt es bislang zu einem Rückgang bei den Umsätzen von 33 Prozent und bei den Gewinnen sogar von 65 Prozent.“ Mit den sinkenden Gewinnen geraten auch Kredite in Gefahr, mit denen gerade die US-Ölunternehmen ihre Bohrungen finanziert haben.

Die Konjunkturlage ist gar nicht so schlecht

So weit das Schreckens-Szenario, an das irgendwie aber niemand so richtig glaubt. Denn insgesamt ist die Konjunkturlage in den USA und Europa gar nicht so schlecht. Der niedrige Ölpreis werde die Welt nicht in eine Rezession stürzen, beruhigt die Commerzbank. Schließlich profitieren auch viele Länder und Branchen von der billigen Energie. Zudem hängt gerade die US-Wirtschaft wesentlich stärker an den Dienstleistungen als an der Industrie. Treiber des Wachstums ist der private Konsum. Die US-Einzelhandelsumsätze für Januar werden daher am Freitag viel Aufmerksamkeit bekommen.

Von zentraler Bedeutung für die Märkte ist auch die Frage: Was tut die US-Notenbank? Aufschluss über den Zinserhöhungspfad der Fed könnte am Mittwoch und Donnerstag die halbjährliche Anhörung von Fed-Chefin Janet Yellen geben.

Am Dienstag ist es soweit: Das Übernahmeangebot von Vonovia für Deutsche Wohnen läuft ab. Dann entscheidet sich, ob ein neuer Immobilienriese in Deutschland entsteht oder ob die Deutsche Wohnen die unliebsame Offerte abschmettern kann. Unter den Dax-Konzernen legen Thyssen-Krupp und Commerzbank am Freitag ihre Zahlen für das vierte Quartal vor. Und am Dienstag kommt der erste Börsenneuling des Jahres an den Markt: die hessische Biotechfirma Brain.

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