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07. März 2016

Börsenwoche : Negativzinsen werden steigen

 Von 
EZB-Chef Mario Draghi mit der neuen 20-Euro-Note.  Foto: dpa

Am Donnerstag berät die Europäische Zentralbank wieder über ihren Kurs. Und alles deutet darauf hin, dass die Geldpolitiker um EZB-Präsident Draghi erneut unbekanntes Territorium betreten. Die Börsenwoche.

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Mario Draghi – ein Name genügt, um zu beschreiben, worauf die Aktienhändler in dieser Woche ihren Fokus richten werden. Am Donnerstag berät die Europäische Zentralbank (EZB) wieder über ihren Kurs. Und alles deutet darauf hin, dass die Geldpolitiker um EZB-Präsident Draghi erneut unbekanntes Territorium betreten werden. Sie werden aller Voraussicht nach die negativen Zinsen für die Banken noch einmal erhöhen, von minus 0,3 Prozent auf wahrscheinlich minus 0,5 Prozent.

In dieser Höhe müssen die Institute Gebühren abführen für das Geld, das sie bei der EZB parken. Davon erhofft sich die Notenbank eine verschärfte Kreditvergabe. Für jede Bank müsste es doch attraktiver sein, ihre Euro als Darlehen an investierende Unternehmer auszureichen, als es durch die Negativzinsen schrumpfen zu sehen. Soweit das Kalkül. Doch ob die Rechnung aufgeht, ist die große Frage. Einige Sparkassen überlegen bereits, ihre Euro in eigenen Tresoren aufzubewahren statt es an die EZB zu leiten. So umgehen sie Draghis Negativzinsen.

Die meisten Experten erwarten vom Italiener aber noch weitere Schritte. Er dürfte mit der Mehrheit im EZB-Rat auch beschließen, den Ankauf von Anleihen quantitativ zu erhöhen oder zeitlich zu verlängern (oder beides). Alles dies soll verhindern, dass sich die Marktteilnehmer auf andauernd extrem niedrige Preissteigerungen einrichten. Lange garantierte eine Lockerung der Geldpolitik Kursgewinne an den Börsen. Doch diese Gewissheit ist vorbei, weil die Zweifel an der Wirksamkeit der EZB-Instrumente wachsen.

Aktienkurse erholen sich

Allerdings haben sich die Aktienkurse auch so bereits erholt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) legte vergangene Woche deutlich zu und steht wieder um rund 1000 Punkte über seinem Jahrestiefstand. Dies steht im Einklang mit den Unternehmensergebnissen. Trotz aller Sorgen um die Weltkonjunktur schnitten die Dax-Konzerne im vergangenen Quartal gut ab.

Laut einer Analyse der WGZ Bank verzeichneten sie ein Umsatzplus von fast fünf Prozent und einen Gewinnanstieg um elf Prozent. Bisher haben zwei Drittel der 30 Dax-Konzerne ihre Zahlen offengelegt. Schlechter schneiden die 50 Unternehmen aus dem Index Euro-Stoxx ab. Sie büßten sowohl bei den Umsätzen als auch bei den Gewinnen ein. Das dürfte daran liegen, dass im Euro-Stoxx viele Öl- und Gasunternehmen sowie Banken vertreten sind.

Am Mittwoch präsentiert die Deutsche Post ihr Jahresergebnis. RWE lädt für Dienstag zur Bilanz-Pressekonferenz. Und die Allianz und die Deutsche Bank publizieren am Freitag ihre Geschäftsberichte.

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