Jamie Lee Curtis wird eine der Ersten sein, die sich hinter das Steuer des neuen Honda FCX Clarity setzen wird. Entscheidender Punkt für die bekennende Anhängerin des in ihrer Heimat Kalifornien sehr angesagten "grünen Lebensstils": Egal wie stark die US-Schauspielerin in der Limousine aufs Gaspedal treten mag, aus dem Auspuff des Clarity wird nicht der leiseste Hauch eines Rußwölkchens kommen, sondern nur schnöder Wasserdampf. Sonst nichts.
Der Clarity wird mittels Brennstoffzelle nämlich nur mit Wasserstoff und Strom betrieben. Fossile Brennstoffe bleiben draußen. Keine Frage: Das können andere Brennstoffzellen-Autos wie etwa der Equinox von Chevrolet oder der B-Klasse F-Cell von Mercedes-Benz auch. Doch im Gegensatz zur Konkurrenz ist der Clarity von Honda keine Studie für Ausstellungen oder Tests, sondern ein Auto, das an ganz normale Autofahrer wie Jamie Lee Curtis für den Alltagsgebrauch gehen wird - und bei Vertragshändlern und nicht etwa in Forschungslabors gewartet werden soll.
Am Montag hat Honda die Serienproduktion des Clarity gestartet. Bis zum Jahr 2010 sollen rund 200 Autos dieses Typs hergestellt werden, die Kunden in Japan und Kalifornien für eine Leasing-Rate von 600 Dollar (etwa 390 Euro) im Monat drei Jahre lang fahren können. Trotzdem wird der Clarity für den japanischen Konzern wegen der kostspieligen Technik wohl ein astreines Verlustgeschäft - mal abgesehen vom großen Aufsehen in der Öffentlichkeit, für das der Clarity vor allem in den USA sorgt. Das fährt Honda nicht nur deswegen ein, weil der neue Wagen in Serie hergestellt wird, sondern nach Angaben von deutschen wie amerikanischen Medien nach ersten Testfahrten auch recht alltagstauglich daher kommt.
So sollen etwa trotz der Lithium-Ionen-Zellen unter der Rückbank vier Erwachsene im Auto Platz finden. Und der 129 PS starke Elektromotor schafft laut Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometer bei einer maximalen Reichweite von 570 Kilometern. Dennoch ist der Clarity noch weit von der Massenproduktion entfernt, was unter anderem an der noch fehlenden Infrastruktur liegt. So sind Tankstellen mit Zapfsäule für Wasserstoff jenseits vom Süden Kaliforniens halt noch absolute Mangelware.
Und auch wenn Brennstoffzellen von Fachleuten als die Alternative zum Verbrennungsmotor gehandelt werden, sind noch viele Probleme bei ihrer Entwicklung zu lösen. So ist etwa die Aufbereitung und Herstellung von Wasserstoff noch sehr energieintensiv - was die Umweltbilanz dieses Antriebskonzepts zurzeit noch deutlich verhagelt.
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