Peking. China hat Deutschland als drittgrößte Wirtschaftsnation abgelöst. Das nationale Statistikamt in Peking korrigierte am Mittwoch das Wachstum für 2007 nachträglich von 11,9 auf 13 Prozent. Das ist der größte Anstieg seit 1993.
Der neu kalkulierte Umfang des Bruttoinlandsproduktes wurde mit 25,73 Billionen Yuan (derzeit 2,8 Billionen Euro) um 3,1 Prozent oder 777,6 Milliarden Yuan höher angegeben als bisher. Damit hat China nach Berechnungen von Experten die Bundesrepublik überholt.
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt erreichte im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nominal knapp 2,49 Billionen Euro.
Das chinesische Statistikamt wollte sich zu Chinas Position in der Weltrangliste noch nicht äußern. Erst müssten die für kommende Woche erwarteten Wachstumszahlen für 2008 und die Wechselkursberechnungen abgewartet werden, sagte ein Sprecher.
"Bislang haben wir noch keine Schlussfolgerungen gezogen." Wegen der globalen Wirtschaftskrise erwarten Experten für 2008 nur ein Wachstum von neun Prozent.
Der Experte Stephen Green von der Standard Chartered Bank in Shanghai folgert aber nicht nur aus den neuen Zahlen, dass China bereits Deutschland überholt haben dürfte. "Da inoffizielle wirtschaftliche Aktivitäten in China größer sind als in Deutschland, ist das wahrscheinlich schon vor längerer Zeit geschehen." (dpa)
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