United Internet (UI), die Firma mit Marken wie 1&1, Web.de und GMX erschließt sich neue Geschäftsfelder, um die Abhängigkeit vom DSL-Geschäft zu verringern. Im ersten Halbjahr 2010 stagnierte die Zahl der DSL-Kundenverträge bei rund 3,3 Millionen.
Zum „boomenden“ Markt des mobilen Zugangs zum Web zählt für UI-Chef Ralph Dommermuth auch der Tablet-PC. Die Geräte zwischen Smartphone und Notebook seien „absolut ein Zukunftsthema“. Die Nachfrage nach dem seit Juli von 1&1 angebotenen Smartpad habe man unterschätzt. Vor einem Jahr habe UI in Asien bei NEC 25000 Stück bestellt, dann sei der Hype um das iPad gekommen, nun reichten die Smartpads, selbst wenn 1&1 noch einige Tausend erhält, nur bis September. Dommermuth setzt jetzt auf einen anderen Tablet-PC-Hersteller, der schneller liefern kann.
Umsatz erhöht
Zum Cloud-Computing-Angebot gehört mittlerweile auch eine Online-Office-Software. Firmenkunden können über das Internet auf Daten zugreifen, die in UI-Rechenzentren vorgehalten werden.
Im ersten Halbjahr erhöhte der Konzern mit 4700 Beschäftigten den Umsatz um 14 Prozent auf 931 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 4,8 Prozent auf 182 Millionen. Dommermuth hält an der Prognose für 2010 fest. Der Umsatz soll um 15 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro steigen, das Ebitda die Rekordsumme des Vorjahres von 356 Millionen Euro erreichen. (sch)
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