Die Nachricht erreichte die Beschäftigten von Merck kurz vor dem Wochenende: Am Freitagnachmittag um 16.02 Uhr gab der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern bekannt, dass er die Effizienz steigern wolle und es deshalb voraussichtlich zu einem „Personalabbau in allen Sparten und Regionen kommen werde.“ Wie viele Stellen wegfallen sollen, teilte Merck nicht mit. Man wolle sich zunächst mit den Arbeitnehmervertretern beraten, um sozialverträgliche Lösungen zu finden.
Der Chef des Merck-Betriebsrates, Heiner Wilhelm, sagte der Frankfurter Rundschau, dass man vor einer „lösbaren Herausforderung“ stehe, die aber eine „außergewöhnliche Anstrengung“ erfordere. Genauer wollte Wilhelm die Lage am Freitag noch nicht bewerten. Er müsse sich nun zunächst über das Wochenende mit seinen Kollegen beraten.
Ein Viertel der Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt
Stand September arbeiteten weltweit 40.800 Menschen für Merck. Damit ist die Mitarbeiterzahl 2011 im Vergleich zum Vorjahr sogar noch leicht gestiegen. Ein Viertel seiner Mitarbeiter beschäftigt der Chemie- und Pharmakonzern in Deutschland.
Das Unternehmen begründet das Programm zur Effizienzsteigerung mit bedeutenden Marktveränderungen, zunehmendem Wettbewerb in wichtigen Produktbereichen und Effizienzmängeln in der Organisation. Es bedürfe deshalb weitreichender Maßnahmen, um den langfristigen Erfolg des Geschäftsmodells sicherzustellen. Durch die Kostenreduzierung sollen Mittel für Investitionen in künftige Wachstumsfelder gewonnen werden.
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