Nach dem Rückzug von Daimlers größtem Einzelinvestor aus Abu Dhabi könnte der Autobauer laut einem Bericht einen neuen Großaktionär in China gefunden haben. Wie die staatliche chinesische Zeitung People's Daily“ unter Berufung auf Insider schrieb, will der Staatsfonds China Investment Cooperation (CIC) vier bis zehn Prozent der Daimler-Anteile kaufen. Auf Basis des derzeitigen Daimler-Kurses wäre das ein Marktwert von etwa 1,8 bis 4,6 Milliarden Euro.
Eine Daimler-Sprecherin wollte die Meldung nicht kommentieren. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte vor wenigen Tagen in einem Interview mit der Börsen-Zeitung geäußert: „Generell wollen wir so attraktiv für potenzielle Investoren sein, dass wir mehr langfristige Aktionäre für uns gewinnen. Dabei sind uns auch Investoren aus China willkommen.“
Medienrummel ab dem Sommer, Markteinführung im Herbst: Kein anderes Auto sorgte 2012 für so viel Wirbel wie der neue Golf.
Foto: dpaEine Beteiligung aus dem Riesenreich hätte für Daimler auch eine strategische Bedeutung, denn in China schwächelt das Unternehmen und fährt der Konkurrenz spürbar hinterher. Ein engerer Kontakt zur Führung des zentralistisch gesteuerten Staates wäre da womöglich von Vorteil für die Vorhaben in der Zukunft. Daimler hatte Ende 2012 angekündigt, viel Geld in eine Reform des China-Vertriebsnetzes zu stecken. Und mit Hubertus Troska gibt es seit kurzem einen eigenen China-Vorstand.
Im Gegensatz zu den Autobauern BMW oder VW, die mit der Familie Quandt beziehungsweise den Familien Porsche/Piëch und dem Land Niedersachsen große Ankeraktionäre im Boot haben, befinden sich die Daimler-Aktien weitgehend im Streubesitz. Daimler könnte damit zum Ziel einer feindlichen Übernahme werden. Nach dem Medienbericht aus China legten die Daimler-Aktien am Montag zu. Ähnlich viel wert waren die Aktien zuletzt im Frühling 2012. Dennoch sind die Daimler-Aktien nach Ansicht des Branchenexperten Willi Diez momentan „absolut unterbewertet“. Der niedrige Aktienkurs macht Daimler Diez zufolge für die Chinesen so interessant. Zudem täten sich die Chinesen mit ihren eigenen Autos schwer. Mit einem möglichen Anteilskauf würden die Chinesen vom Know-how der Schwaben profitieren. (dpa)
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

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